Auf Finnländischem Grund entstehen jetzt 194 Wohnungen in neun Häusern

Die Bauarbeiten haben begonnen: Das Unternehmen Wolff & Müller errichtet den Rohbau und die Fassaden für das neue Wohnquartier im Nordischen Viertel. (Foto: Klaus Theo Brenner)
 
Das Bauunternehmen Wolff & Müller errichtet den Rohbau und die Fassaden für das neue Wohnquartier im Nordischen Viertel. (Foto: David Borck Immobiliengesellschaft mbH)

Prenzlauer Berg. Es ist eine der wichtigsten Bauflächen des Ortsteils: der Finnländischen Grund im sogenannten Nordischen Viertel. Dieser Tage beginnen dort die Arbeiten für den Bau von 194 neuen Wohnungen.

Eigentlich hatte schon keiner mehr ernsthaft daran glaubte, dass im Karree Bornholmer, Malmöer und Finnländische Straße tatsächlich noch Wohnungen entstehen. Denn bereits 1993 gab es die ersten Ideen, die Fläche unweit der Bösebrücke zu bebauen. Ein neues Stadtquartier sollte her. Das Land Berlin lobte sogar einen Ideenwettbewerb dafür aus. Doch dann tat sich viele Jahre nichts. Die Grundstücksverhältnisse waren derart kompliziert, dass es keinem Investor gelang, seine Pläne umzusetzen. Auf einem Teil der großen Fläche entstand inzwischen ein Supermarkt.

Doch nun sollen endlich die erhofften Wohnungen entstehen. Bauherr und Investor ist die Premium Immobilien Deutschland GmbH. Sie errichtet ihr Neubauquartier „nio“. Das besteht aus neun Häusern. Entworfen wurden sie von den Architekten Ester Bruzkus und Patrick Batek (Häuser 1 bis 3) sowie Dominik Krohm, Partner im Architekturbüro Klaus Theo Brenner – Stadtarchitektur (Häuser 4 bis 9). Bereits im Frühjahr wurde der erste Spatenstich vorgenommen. Danach war die Fläche erst einmal zu beräumen. Tiefbauarbeiten waren nötig. Mit den Rohbauarbeiten beginnt dieser Tage das Unternehmen Wolff & Müller. Außerdem erhielt das Unternehmen den Auftrag für die Fassadenausführung.

„Von Wärmedämmverbundsystemen mit Silikonharzputz und Klinkerriemchen bis hin zur vertikalen Holzfassade sind insgesamt neun unterschiedliche Fassadentypen vorgesehen“, sagt Mario Kortsch. Er ist der Oberbauleiter bei Wolff & Müller. Die Fertigstellung des Rohbaus ist für August 2017 geplant, die Arbeiten an der Fassade sollen bis Dezember 2017 abgeschlossen sein. Der neunteilige Häuserblock wird eine Bruttogeschossfläche von rund 26 000 Quadratmetern haben. Weiterhin wird eine zweigeschossige Tiefgarage gebaut. Die Häuser werden sich um einen grünen Innenhof mit Spielflächen, Ruhezonen und kleinen Wegen gruppieren. In den Häusern entstehen drei Wohnungstypen: Terrassenwohnungen, Townhouses und Penthouses. Die Ein- bis Fünfzimmerwohnungen werden mit 34 bis 148 Quadratmetern gebaut.

Weil die Baustelle in der Innenstadt und an der viel befahrenen Bornholmer Straße liegt, stehen die Bauarbeiter vor besonderen logistischen Herausforderungen. Die Planungen sehen eine Vielzahl von Fertig- und Halbfertigteilen vor, die angeliefert werden müssen. Hinzu kommen etwa 2300 Tonnen Bewehrungsstahl, 4640 Kubikmeter Beton und 660 Kubikmeter Mauerwerk.

„Das entspricht etwa 750 Lkw-Ladungen“, sagt Oberbauleiter Kortsch. „Durch andere Großprojekte in der Berliner Innenstadt, zum Beispiel am Karlsbader Platz, wo wir derzeit 166 Wohnungen errichten, haben wir viel Erfahrungen sammeln können und das nötige Know-how für die Realisierung solcher Bauvorhaben.“ In das Vorhaben werden circa 55 Millionen Euro investiert. Die Fertigstellung ist für Ende 2017, Anfang 2018 geplant. BW
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