Kleine Energiemanager: Stadträtin Christine Keil besuchte Grundschulen

Christine Keil (Mitte) informierte sich in der Carl-Humann-Schule über die Arbeit des Projektes "Köpfchen statt Kohle". Neben Schulleiterin Katrin Meissner und Lehrerin Kathrin Hillers zeigen Schüler ein Plakat. (Foto: Foto: Richard Häusler)

Prenzlauer Berg. Auf einer „Klimatour“ informiert sich dieser Tage Stadträtin Christine Keil (Die Linke) über die Ergebnisse der Arbeit des Projektes "Köpfchen statt Kohle".

Dass sie ein besonderes Interesse daran hat, liegt an ihrem Amtsbereich. Sie ist nicht nur Jugendstadträtin, sondern zugleich auch für den Bereich Facility Managment, also für die öffentlichen Gebäude im Bezirk zuständig. Dass dort Energie gespart wird, damit weniger Betriebskosten anfallen, liegt ihr daher am Herzen. Genau das will das Projekt „Köpfchen statt Kohle“ erreichen.

Seit 2010 unterstützt dieses Projekt der stratum GmbH im Auftrage des Bezirksamtes Schulen dabei, durch die Änderung von Verhaltensweisen, durch den Einsatz von Energiemanagern und durch Baumaßnahmen ihren Energieverbrauch zu senken.

Auf ihrer „Klimatour“ durch Pankower Schulen besuchte Christine Keil jetzt zwei Grundschulen, die engagiert an diesem Projekt unter Leitung von Richard Häusler teilnehmen. Beide haben derzeit etwas gemeinsam: Gerüste und Planen vor den Fenstern und Bauarbeiter überall im Haus. Die Schule am Falkplatz und die Carl-Humann-Grundschule werden derzeit bei laufendem Betrieb saniert.

Trotzdem können die Jungen und Mädchen, die sich in diesen Schulen als Energiemanager betätigen, dem Baulärm und Dreck auch etwas Positives abgewinnen. Im Gespräch mit den Fünft- und Sechstklässern der Grundschule am Falkplatz erinnert sich die Stadträtin daran, dass eine Abordnung dieser Schüler vor zwei Jahren bei ihr war. Sie gaben eine Petition gegen die zahlreichen undichten Fenster im Schulhaus ab.

„Und jetzt werden alle Fenster saniert“, freut sich Christine Keil. Die Schüler finden das ebenfalls gut, verweisen aber darauf, dass mit abgedichteten Fenstern eine neue Herausforderung entsteht. Um auch im Winter frische Luft in den Klassenräumen zu haben, müssen Lehrer und Schüler das richtige Lüften lernen.

Mit Kohlenstoffdioxid-Messgeräten, die die jungen Energiemanager in den Räumen aufstellen, wollen sie das unterstützen. Damit während längerer Lüftungspausen keine Energie verlorengeht, steuern die Schüler per Computer die Heizung. In der Carl-Humann-Schule wird laut Projektleiter Richard Häusler im Zuge der Sanierung eine solche Computersteuerung der Heizung eingerichtet.

An beiden Schulen enthüllte Stadträtin Christine Keil eine Plakette, die die Schulen als „Köpfchen statt Kohle“-Schule ausweist. „Wir machen Zukunft“ steht darauf. Die Stadträtin versprach den Energiemanagern, dass sie „Köpfchen statt Kohle“ auch in den nächsten Jahren weiterhin unterstützen werde. BW
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