Sicher in die Schule: Präventionsbeamte des Polzeiabschnitts 16 geben Kindern Tipps

Der Präventionsbeamte Hartmut Jakobi erklärt den Schülern aus der Maus-Klasse, was man bereits beim Heraustreten aus der Tür auf den Gehweg falsch machen kann. (Foto: Bernd Wähner)
 
Die Präventionsbeamten Lenka Arndt und Hartmut Jacobi trainieren mit Schülern aus der Homer-Grundschule das sichere Überqueren der Straße. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Polizisten des Abschnitts 16 sind zurzeit in Grundschulen des Ortsteils unterwegs. Sie wollen Kinder für mehr Aufmerksamkeit auf dem Schulweg sensibilisieren.

Die Präventionsbeamten Lenka Arndt und Hartmut Jacobi führen dazu in Schuleingangsphasen zwei Unterrichtsstunden durch. In denen wird zum einen über den sicheren Weg zur Schule in puncto Verkehr gesprochen. Es geht aber auch darum, wie man sich verhält, wenn man von Fremden angesprochen wird.

Beim Straßenverkehr ist ein Thema das Fahrradfahren. Vielen Kindern ist bereits in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie zur eigenen Sicherheit einen Helm aufsetzen. Aber wie sollte der Helm beschaffen sein? Und wie setzt man ihn richtig auf? „Unter anderem trainieren wir das mit den Schülern“, sagt Helmut Jacobi.

Dann geht es auf die Straße. Dass man bereits beim Heraustreten aus der Tür auf den Gehweg einen Fehler machen kann, bemerken die meisten Kinder sofort. „Leider fahren viele Erwachsene mit dem Fahrrad auf dem Gehweg. Manche sogar sehr schnell. Wenn man da nicht aufpasst, gibt es einen Zusammenstoß“, macht Hartmut Jacobi den Kindern klar.

Dass Erwachsene das Radfahren auf dem Gehweg als ein Kavaliersdelikt ansehen, auch wenn für sie sogar auf der Straße ein Radweg markiert ist, das konnten die Kinder aus der Maus-Klasse der Homer-Grundschule vor wenigen Tagen auf der Greifswalder Straße erleben. Binnen einer Viertelstunde radelten etwa 30 Radfahrer aus beiden Richtungen auf sie zu. Erst als sie die Polizisten in der Gruppe wahrnahmen, stiegen sie ab – und schoben ihr Rad an der Gruppe vorbei oder schlugen gar eine andere Richtung ein. Dass sie etwas falsch machen, schien offenbar diesen Erwachsenen bewusst zu sein. Kinder dürfen übrigens, bis sie zwölf Jahre sind, auf dem Gehweg radeln.

Den Polizisten geht es bei ihrem Präventionsunterricht vor allem darum, dass sich die Kinder selbst vor Gefahren schützen. Dazu zählt, dass sie im Straßenverkehr aufmerksam sind. Deshalb bat Hartmut Jacobi die Schüler zum Beispiel, mal zwei Minuten die Augen zu schließen und auf alle Geräusche zu achten. In dieser Zeit fuhr eine Straßenbahn auf dem Mittelstreifen der Greifswalder Straße an ihnen vorbei. Es zeigte sich, dass etliche Kinder im normalen Straßenlärm die leise Tram gar nicht hörten oder die Fahrtrichtung nicht orten konnten. Dieses kleine Experiment zeigte den Schülern: Man muss im Straßenverkehr stets mit allen Sinnen wach unterwegs sein.

Neben dem Thema Verkehr spielt im Präventionsunterricht das Thema Kriminalprävention eine wichtige Rolle. Da geht es vor allem um die Frage: Wie reagiert man, wenn man von wildfremden Menschen bedrängt wird? Wie leicht so etwas passieren kann, zeigen die beiden Präventionsbeamten in einer Szene. Fast alle Kinder wissen natürlich, dass man sich auf Fremde nicht einlassen sollte. Wenn sie jemand bedrängt, sollen sie ganz laut sagen: „Lassen Sie mich in Ruhe! Ich will das nicht!“ Dann werden auch andere Passanten auf die Situation aufmerksam. Außerdem erfahren die Schüler mehr über Themen wie „Bauchgefühl“ und „Ich-Botschaften“. BW

Eltern, die Fragen zur Kriminalitäts- und Unfallprävention haben, können sich übrigens bei den Präventionsmitarbeitern des Abschnitts 16 unter  46 64 11 60-40 oder -41 melden.
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