Sportangebote für alle: Inklusives Konzept für die neuen Hallen

Die beiden Sporthallen in der Kniprodestraße sind im Rohbau fertig. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Die neuen Sporthallen, die derzeit an der Kniprodestraße 27 gebaut werden, könnten zu Inklusionssporthallen werden. Dieses Vorhaben verfolgt der Verein Pfeffersport.

Gebaut werden die beiden Hallen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz. Künftige Hauptnutzer bis 16 Uhr werden das Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Dienstleistungen, die Elinor-Ostrom-Schule, und das Oberstufenzentrums Sozialwesen II, der Jane-Addams-Schule, sein.

Die beiden OSZ haben bisher noch keine eigenen Sporthallen. Das führt dazu, dass die Schüler weite Wege zum Sportunterricht aufnehmen müssen. Häufig fällt der Unterricht auch aus, weil die zur Verfügung gestellten Hallen anderweitig genutzt werden. Mit den zwei neuen Hallen soll für die Oberstufenzentren eine dauerhafte Lösung geschaffen werden.

Im Nachmittags- und Abendbereich ab 16 Uhr wird voraussichtlich der Verein Pfeffersport die Hallen nutzen können. Dieser möchte hier vor allem sein inklusives Konzept umsetzen. Der seit 25 Jahren bestehende Verein hat zirka 4600 Mitglieder, die in dreihundert Sportgruppen aktiv sind. Weitere tausend Kinder hat er auf der Warteliste. Fragt er bei Sportämtern nach weiteren Hallenzeiten für inklusive Sportangebote nach, bekommt er meist ablehnende Antworten.

„Wir kooperieren seit Jahren mit den beiden Oberstufenzentren, die die Sporthallen bis 16 Uhr nutzen werden. Weiterhin hatten wir maßgeblichen Anteil daran, dass die Hallen genau an dieser Stelle gebaut werden“, erklärt Pfeffersport-Geschäftsführer Jörg Zwirn. „Deshalb gehen wir auch davon aus, dass wir die Hallen zu großen Teilen nutzen können, um unser inklusives Konzept umzusetzen.“

In beiden neuen Hallen werden insgesamt 11,7 Millionen Euro investiert. Ein Teil der Investitionssumme stellt der Senat bereit. Der andere Teil kommt aus dem Bundes-Förderprogramm Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Geplant ist, dass die Hallen ab Herbst 2016 genutzt werden können. BW
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