Flüchtlinge malerten in der Schule: 2. Aktion der Projektreihe "Zwischen Himmel und Erde"

Berlin: Reginhard-Grundschule |

Reinickendorf. Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer haben zwei Wochen lang das Souterrain der Reginhard-Grundschule, Letteallee 39, verschönert.

Gute nachbarschaftliche Beziehungen, ein friedliches Zusammenleben im Kiez und respektvolles Miteinander – auch die zweite Maleraktion der Projektreihe „Zwischen Himmel und Erde“ hatte zum Ziel, geflüchtete Menschen und Nachbarn einander näherzubringen. Im Lettekiez haben freiwillig Helfende der Baptisten-Kirche sowie Flüchtlinge, die in der Kirche einen Deutschkurs besuchen, der von Kirchenmitgliedern ehrenamtlich seit eineinhalb Jahren angeboten wird, in gemeinsamer Arbeit Schulräume in der Reginhard-Grundschule gestrichen.

Firmen unterstützten die Akteure

Von Mitte Mai bis Anfang Juni verschönerten sie so das Souterrain der Schule – insgesamt sechs Räume und ein Flur bekamen neue Farbe. Gemalert wurde erneut unter fachlicher Anleitung durch Berliner Unternehmen, die das Projekt finanziell und professionell unterstützt haben. Träger des Projektes ist das Bezirksamt.

„Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Menschen in der Nachbarschaft – Geflüchtete und Reinickendorfer Familien – in gegenseitiger Toleranz miteinander zu verbinden und Vorurteile abzubauen. Dass wir dafür so engagierte Projektpartner gewinnen konnten, freut uns besonders“, betont der Integrationsbeauftragte Oliver Rabitsch.

Mit der Aktion wollen sich die Geflüchteten außerdem für die Aufnahme im Kiez bedanken. Die Reginhard-Grundschule war von der Nutzung der Turnhalle in der Kühleweinstraße 5 als Notunterkunft für Geflüchtete betroffen. In den Sommerferien plant das Projektteam eine weitere Schule im Märkischen Viertel zu renovieren. Das Projekt wird unter anderem mit Mitteln des Masterplans Integration und Sicherheit des Senats gefördert.

Für Sozialstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) ist das Projekt eine Erfolgsstory: „Mit dem Projekt ,Zwischen Himmel und Erde' wird nicht nur das Miteinander gestärkt, sondern auch ein deutliches Signal über die Bezirksgrenzen hinaus geschickt, dass geflüchtete Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich in unsere Gesellschaft einzubringen.“ CS
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