Notübernachtung für Frauen: Projekt „Maria und Martha“ startet am 2. Januar 2017

Berlin: Notübernachtung für Frauen |

Steglitz-Zehlendorf. Notübernachtungen nur für Frauen sind rar gesät, berlinweit gibt es gerade mal 71 Plätze der Kältehilfe, im Bezirk bisher gar keine. Das ändert sich jetzt: In der Busseallee 21 ist ab 2. Januar 2017 Platz für neun obdachlose Frauen.

„Maria und Martha“ heißt das Projekt, das die milaa gGmbh (miteinander leben, aber anders) gemeinsam mit dem evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf startet. Bis zum 31. März finden dort Frauen vor der Winterkälte Schutz. Sie können täglich von 19 Uhr bis 8 Uhr am nächsten Morgen bleiben, duschen, zu Abend essen und frühstücken. Je nach Bedarf gibt es Beratungsangebote. Alkohol und Drogen sind verboten. Frauen mit Kindern werden nicht aufgenommen, Tiere sind nicht erlaubt. Sind alle Plätze belegt, werden Einrichtungen vorgeschlagen, zu denen Unterkunft suchende Frauen per Kältebus kommen können. Aufgenommen werden übrigens nicht nur obdachlose Frauen aus Zehlendorf, das Projekt ist bezirksübergreifend. „Unser Haus soll zum einen Stützpunkt, Anlaufpunkt und ein geschützter Raum sein“, sagt Projektleiterin und Ehrenamtskoordinatorin Ann Jeanette Rupp. „Zum anderen wollen wir jede Frau vorbehaltlos und wertschätzend aufnehmen.“

Zehlendorfs erste Notübernachtung finanziert sich mit Zuwendungen des Senats, des Bezirks und durch Spenden. Die Arbeit in der Unterkunft leisten ehrenamtliche Helfer. „Bisher haben sich zwölf Personen bei uns gemeldet, die Interesse an einer solchen Tätigkeit haben“ erklärt Rupp. „Das reicht von einmal Abendessen kochen bis hin zur Unterstützung während der Dienstzeiten.“ Weitere Helfer sind willkommen. Dies gilt auch für Geld- und Sachspenden. „Wir planen die Ausgabe von Kleidung und Hygieneartikeln“, sagt Rupp.

Der Name des Projekts stammt übrigens aus der Bibel. Maria und Martha waren Schwestern, die Jesus und seinen Anhängern Unterstützung und Gastfreundschaft boten.

Wer spenden oder helfen möchte, kann sich unter  0176 41 58 57 23 melden oder an rupp@milaa-berlin.de schreiben. Mehr Informationen über das Projekt gibt es unter http://milaa.diakonieverein.de/unsere-arbeit/projekt-kaeltehilfe/. uma
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