Land und Investor Stofanel streiten um 6030 Quadratmeter

Beim Richtfest im Oktober (mit Ehepaar Stoffel und Norbert Kopp) war die Freude noch ungetrübt.
  • Beim Richtfest im Oktober (mit Ehepaar Stoffel und Norbert Kopp) war die Freude noch ungetrübt.
  • Foto: M. Schmidt
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Dahlem. Im Eigentumsstreit um einen ehemaligen Grünstreifen an der Clayallee gibt es weiter keine Entscheidung. Bislang will der Investor auf der Truman Plaza den von Berlin geforderten Preis für ein Gelände nicht zahlen, das er offenbar bereits nutzt.

Noch immer gehört das "Flurstück 98" auf der Baustelle der früheren Truman Plaza nicht dem Bauherrn, der Stofanel Investment AG, obwohl es von ihm für Zufahrten genutzt wird. Dort entsteht seit einem Jahr das "Fünf Morgen Dahlem Urban Village." Richtfest war im vergangenen Oktober. Bis heute können sich Stofanel und das Land Berlin nicht auf einen Kaufpreis einigen. Rund eine Million Euro möchte der Liegenschaftsfonds für die 6030 Quadratmeter an der Clayallee. "Zuviel", sagt Stofanel.Baustadtrat Norbert Schmidt (CDU) ist nach eigenem Bekunden unzufrieden mit dem Ist-Zustand. Die Sache sei entscheidungsreif. Eigentlich hat der Bezirk mit dem "entwidmeten", früheren Grün-Streifen nichts mehr zu tun. Der Grund befindet sich in Landeseigentum. Doch in der BVV gibt es um das "Flurstück 98" immer wieder erregte Debatten. Der Investor nutzt es als Baustellenzufahrt - "unentgeltlich" nach Ansicht der SPD-Opposition. Schmidt: "Mit der Übertragung an den Liegenschaftsfonds begann das Problem. War der Streifen nun Bauerwerbsland, Bauland oder Rohbauland?"

Anders gesagt, so Schmidt: "Was ist der Streifen wert?" Ein Gutachten des Liegenschaftsfonds stellte zunächst fest: "Zwei Millionen Euro." Doch selbst die Hälfte des geforderten Kaufpreises war Stofanel noch zu viel. Der Investor ging von Grünland aus, die Behörden von Bauland. Als Tag für die Wertermittlung hatte der Bezirk den 7. Juli 2009 festgelegt. An dem Tag war Schmidt zufolge der Verkauf der 50 000 Quadratmeter großen Truman Plaza an Stofanel klar.

Noch verhandeln beide Seiten. "Wir gehen von einem kurzfristigen Abschluss der entsprechenden Verträge aus", so Stofanel-Sprecherin Katharina Mosbruck auf Anfrage der Berliner Woche.

Die Grenzen für eine Einigung indes sind eng gesetzt. Schon Mutmaßungen, dass der 20 Meter tiefe Streifen an der Clayallee unter Wert verkauft würde, wären laut Schmidt ein Fall für den Vermögensausschuss des Abgeordnetenhauses.

Martinus Schmidt / mst
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Lokalredaktion aus Mitte

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