Schnipp, schnapp: Weg frei für neuen Roederplatz

Platz frei für die Anwohner: Der Baustadtrat Wilfried Nünthel bat Schüler und Kita-Kinder bei der Eröffnung des neuen Roederplatzes um Hilfe.
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Fennpfuhl. Auf dem Roederplatz wurde einst der Grundstein für die Großsiedlung Fennpfuhl gelegt. Mit der Siedlung veränderte sich auch die Sicht auf den betonierten Platz. Er wurde jetzt mit Ideen der Bürger neu gestaltet.

In den großen Pflanzenkübel aus Beton wollte schon lange keine Blume mehr aufgehen. Und in den Ecken des grau betonierten Roederplatzes sammelte sich immer wieder Müll. Für die Anwohner war der Roederplatz seit langem kein Ort mehr, der zum Verweilen einlud. Sie sprachen von einem "gefängnisartigen" Platz, viele störten auch die Treppen; unbezwingbare Barrieren für ältere Menschen und für Familien mit Kinderwagen. Dabei wurde einst am Roederplatz der Grundstein für die so beliebte Wohnsiedlung Fennpuhl gelegt.

Den Platz neu zu gestalten, das hat sich der Bezirk zusammen mit den Anwohnern vorgenommen. Das Ergebnis nach rund einem Jahr Bauzeit: Die Treppen zum Hügel sind Vergangenheit, der Platz ist jetzt barrierefrei. Neue Bänke stehen für die älteren Anwohner und eine Verschnaufpause bereit. Ein neues, farblich helles Pflaster lässt den Platz freundlicher erscheinen. Entlang der Herzbergstraße wurde die Fläche, die auch von einem Wochenmarkt genutzt wird, ebenfalls neu gemacht. Und eine Beleuchtung wird insgesamt für bessere Übersichtlichkeit sorgen. Am 30. Juni kamen die Anwohner und Planer zusammen, um die Baufertigstellung offiziell zu feiern.

Insgesamt 723 000 Euro aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost standen für die Umgestaltung zur Verfügung. Bereits 2013 hatte das Bezirksamt zusammen mit den Planern die Kooperation mit den Anwohnern gesucht. In Workshops wurden Ideen und Wünsche für die Platzgestaltung gesammelt, ein Baubeirat gegründet.

Alles im Zeitplan

Dass es so viel zeitlichen Vorlauf brauchte, lag auch an dem Neubau des Rewe-Marktes auf der Spitze des Hügels; denn weil der Roederplatz direkt an den Markt anschließt, sollte die Gestaltung hier einheitlich werden. Erst nach dem Marktneubau konnte auch der Bezirk mit dem Platzumbau loslegen.

Zukünftig soll auch die Wegeverbindung zwischen Herzbergstraße und Bernhard-Bästlein-Straße neu gestaltet werden. "Wir werden nun mit der Planung für diese Neugestaltung beginnen", so Baustadtrat Wilfried Nünthel (CDU). Auch hier hofft der Stadtrat, Geld aus dem Fördermittelprogramm Stadtumbau Ost gewinnen zu können. "Eine Kostenschätzung kann ich erst mit Abschluss der Planung abgeben." KW

Autor:

Karolina Wrobel aus Lichtenberg

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