Neuer Halt auf der S2
Senat erkennt Notwendigkeit für S-Bahnstation Kamenzer Damm

Noch fährt die S2 am ehemaligen Gaswerk vorbei. 2030 soll es einen zusätzlichen Halt am Kamenzer Damm geben.
  • Noch fährt die S2 am ehemaligen Gaswerk vorbei. 2030 soll es einen zusätzlichen Halt am Kamenzer Damm geben.
  • Foto: K. Rabe
  • hochgeladen von Karla Rabe

Noch vor fünf Jahren sah die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung keine Notwendigkeit für einen neuen S-Bahnhof am Kamenzer Damm. Das Verkehrsaufkommen reiche nicht aus, hieß es. Heute sieht das anders aus. Der Halt soll bis 2030 gebaut werden.

Der Bau von neuen Wohngebieten und die Ansiedlung von Gewerbe rechts und links der S-Bahntrasse der S2 würden eine neue S-Bahnstation rechtfertigen, heißt es im Nahverkehrsplan Berlin 2019 bis 2023. Infolge der wachsenden Stadt entsteht in Lankwitz unter anderem westlich der S2-Trasse zwischen Attilastraße und Marienfelde in der Mühlenstraße ein neues Wohnquartier mit bis zu 142 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Ein weiteres Wohnquartier ist in der Dessauer Straße geplant. Infolge der wachsenden Bevölkerungszahlen werden auch die Pendlerströme steigen.

Auch östlich der Trasse, auf der Seite des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, wächst der Bedarf nach einer Anbindung an das Schnellbahnnetz. Hier, auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks Berlin-Mariendorf, befindet sich das 360 000 Quadratmeter große Areal des Entwicklungsgebietes „Marienpark“. Zahlreiche Gewerbetreibende sowie eine Großgaststätte haben sich hier angesiedelt.

Der Bau eines zusätzlichen Bahnhofs sei eine effiziente Möglichkeit, die neue entstehenden Wohnquartiere und das Gewerbegebiet ohne weiteren Infrastrukturausbau verkehrlich zu entschließen, heißt es im Nahverkehrsplan der Senatsverwaltung. Durch die neue S-Bahnstation werde eine attraktive Verbindung an das Ringbahnnetz und den Hauptbahnhof geschaffen.

Der Bau des Bahnhofes soll 2026 beginnen. Zunächst muss ein anderes Verkehrsprojekt umgesetzt werden: Der Bau und die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn. Auch wenn im Nahverkehrsplan für den neuen S-Bahnhof die Priorität „dringlich“ ausgewiesen ist, hat die Dresdner Bahn eindeutig den Vorrang und der Bahnhofsneubau dürfe nicht zu einer Verzögerung dieser Maßnahme führen. Der Abschluss des Ausbaus der Dresdner Bahn ist für 2025 geplant.

Der neue S-Bahnhof Kamenzer Damm soll im Anschluss von 2026 bis 2030 entstehen. Die Kosten werden voraussichtlich bei zehn Millionen Euro liegen.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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