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Deutsche Wohnen macht ernst

Kurz nach der großen Ankündigung des Berliner Immobilienunternehmens Deutsche Wohnen zu einem „Versprechen an die Mieter“, sind nun die ersten Briefe bei den Mietern dazu eingetroffen. Das Unternehmen scheint es ernst zu meinen.

Bereits vor einigen Wochen kündigte das Berliner Wohnungsunternehmen an, mehr soziale Verantwortung für seine Mieter zu übernehmen. Es veröffentlichte zum 01. Juli 2019 ein „Versprechen an die Mieter“, in dem es erklärt, dass künftig die Miete an die individuelle Leistungsfähigkeit des Einzelnen geknüpft sei. So wird bei Mieterhöhungsverlangen eine Kappung vorgenommen, wenn die Nettokaltmiete ein Haushaltseinkommen von 30 Prozent übersteigen sollte. Dies haben die Mieter nun schwarz auf weiß noch einmal erhalten. In ihrem Schreiben erklärt die Deutsche Wohnen, was sich mit dem Versprechen für die Mieter ändert, wie die Mieter von dem Versprechen profitieren können und welche Unterlagen sie dafür einreichen müssen. Damit geht das Unternehmen einen großen Schritt auf seine Mieterschaft sowie insgesamt die Stadtgesellschaft zu. So heißt es vom Unternehmen „Das vorliegende Konzept ist daher auch ein Beitrag zur derzeitigen Diskussion über weitere Eingriffe in den Mietmarkt, die – wie viele andere Eingriffe zuvor – das Ziel bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, verfehlen werden. Denn diese pauschalen Eingriffe helfen nicht denjenigen, die Hilfe brauchen, da die individuelle ökonomische Leistungsfähigkeit der einzelnen Mieterin und des einzelnen Mieters nicht berücksichtigt wird.“ Die Deutsche Wohnen stellt sich ihrer Verantwortung und bietet eine echte Alternative zu mehr staatlicher Regulierung.

Derzeit dominiert die Auseinandersetzung um den Berliner Mietendeckel die politische Diskussion der Stadt. Opposition und Fachverbände formulieren ihre Einwände.

Auch der Berliner Mieterverein scheint inzwischen seine Zweifel am vorgestellten Mietendeckel zu hegen. Denn am Dienstag stellte er ein eigenes Konzept vor. Darin ist der Vorschlag, Miethöchstwerte einzuführen, die sich jährlich verändern können. Was die Politik dazu sagen wird, bleibt abzuwarten.

Deutlich wird sowohl beim Konzept der Deutsche Wohnen als auch bei diesem Konzept des Berliner Mietervereins, dass es individuelle Regelungen geben muss und ein Mietendeckel nach „Gießkannenprinzip“ nicht das Mittel der Wahl für weiterhin bezahlbaren Wohnraum sein kann.

Autor:

Deutsche Wohnen aus Schmargendorf

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