Nüchtern bleiben: Wirtschaftssenatorin schlägt Alkoholverbot für Partykieze vor

Berlin. Berlin wird immer mehr zum Touristenmagneten. Viele junge Menschen zieht es wegen der Clubs und Partys in die Stadt. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) hat nun ein Alkoholverbot für die Szenekieze vorgeschlagen.

Kaum steigen die Temperaturen, sind auch wieder viele Berliner und Berlinbesucher draußen unterwegs und sitzen in den Parks. Abends gehört für viele dann ein Bier oder ein anderes alkoholisches Getränk dazu. Genau wie bei jenen, die auf dem Weg zu einer Party oder in einen Club sind. Bei vielen scheint das Wegbier unverzichtbar. Die Kehrseite: In manch einem Szenekiez sorgen Angetrunkene für Beschwerden – vor allem wenn es Horden feierwütiger Touristen sind. Wirtschaftssenatorin Yzer hat deshalb das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit wieder ins Gespräch gebracht, das es vor noch nicht allzu langer Zeit in Berlin gab.

Das Berliner Straßengesetz regelte bis zum Jahr 2006, dass in der Öffentlichkeit kein Alkohol konsumiert werden durfte. Rot-Rot hob das Verbot dann allerdings auf. Nur noch an ganz bestimmten Orten wie zum Beispiel in den Grünanlagen am Alexanderplatz ist das Trinken von Bier, Wein & Co. verboten.

Um die zunehmenden Touristenströme zu lenken, die es nach Berlin zieht, hat Yzer vorgeschlagen, ein Alkoholverbot dort zu erwägen, wo die Feierwut extreme Auswüchse annimmt. In einigen anderen Städten in Deutschland gibt es ebenfalls derartige Verbote, genauso wie in beliebten Touristenstädten wie New York.

Christian Tänzler von Visit Berlin spricht sich gegen eine übertriebene Reglementierung aus. „Flächendeckende Verbote passen nicht zum Berliner Lebensgefühl“, sagt er und ergänzt, dass man aber dennoch zielgerichtet gegen Auswüchse feierfreudiger Gäste, darunter auch Berliner, vorgehen müsse. Dann sei ein Alkoholverbot ein passendes Mittel. jtw
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4 Kommentare
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Marianne Ungeduld aus Kreuzberg | 26.04.2016 | 11:45  
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Noel Nordbo aus Kreuzberg | 27.04.2016 | 12:00  
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Helmar Lux aus Reinickendorf | 27.04.2016 | 12:01  
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Eugen Siwon aus Prenzlauer Berg | 28.04.2016 | 14:16  
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