Mord an der 18-jährigen Hanna K. aufgeklärt

Am Verbindungsweg, wo die Leiche von Hanna K. gefunden wurde, legten viele Menschen Blumen und Briefe nieder oder stellten Kerzen auf. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Die 18-jährige Hanna K. ist am 16. Mai das Opfer einer Gewalttat. Viele Menschen leiden mit den Angehörigen und äußerten ihre Wut über die schreckliche Tat.

Mehrere Hundert Menschen nahmen am Abend des Mittwoch, 20. Mai, an einer Gedenkandacht am Tatort teil. Dazu hatte die Evangelische Kirchengemeinde Kaulsdorf aufgerufen.Beredter Ausdruck der Trauer sind auch die zahlreichen Blumen, die von Menschen am Fundort der Leiche abgelegt wurden. Es sind auch brennende Kerzen und Briefe zu sehen. Einer stammt von der Schwester des Opfers, andere offensichtlich von Bekannten oder Freunden. Hinter allem steht die ohnmächtige Frage: Warum?

Wie schnell und wie gründlich diese Frage beantwortet werden kann, ist noch unklar. Die Polizei nahm am Mittwoch, 20. Mai, einen 30-jährigen Mann aus Lichtenberg in Haft. Vorausgegangen waren dem intensive Ermittlungen. In deren Folge veröffentlichte die Polizei Fotos vom Täter, die aus einer Videoüberwachungskamera der BVG stammten. Der Fahndungsdruck veranlasste offenbar den Mann, sich der Polizei zu stellen. Er leugnete jedoch die Tat zunächst, bis er nach stundenlangen Verhören schließlich doch gestand.

Die Leiche von Hanna K. war am Sonnabendmorgen, 16. Mai, gegen 6 Uhr am Rande des Verbindungsweges zwischen dem S- und U-Bahnhof Wuhletal und der Dorfstraße entdeckt worden. Wenig später sperrte die Polizei den Tatort mit Bändern ab und begann mit der Spurensuche.

Aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei zunächst nur wenige Einzelheiten bekannt. Die 18-Jährige befand sich gegen 1.30 Uhr in der Nacht von einer Feier auf dem Weg nach Hause.

Auf diesem Wege wurde sie vom Täter, wahrscheinlich in der U-Bahn, als Opfer ausgewählt. Das war vermutlich in der U5 zwischen den Stationen Frankfurter Allee und Wuhletal.

Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras der BVG wiesen auf den Mann als Täter hin, der gleichzeitig mit Hanna K. im Bahnhof Frankfurter Allee in die U-Bahn stieg und diese gleichfalls in Wuhletal verließ.

Als Todesursache gab die Polizei Verletzungen am Oberkörper des Opfers an. Sie ließ zunächst offen, ob es sich um ein Sexualverbrechen handelte.


Harald Ritter / hari
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