Im November fängt auf Helgoland die neue Wurfsaison an

Er kümmert sich um die Kegelrobben: Rolf Blädel führt auch im Winter Helgoland-Besucher zu den Tieren. (Foto: Sönke Möhl)
Helgoland: Helgoland |

Sie sind die heimlichen Stars: Die Kegelrobbenbabys auf Helgolands Düne ziehen viele Besucher an. Die Touristen scheuen weder Stürme noch die raue Nordsee, um die pelzigen Tiere zu beobachten. Für einen Ausflug auf die Hochseeinsel sollten Sie jedoch mindestens ein verlängertes Wochenende einplanen.

Jetzt im Winter ist die Düne in Sichtweite des hoch aufragenden Helgoländer Buntsandsteinfelsens die Kinderstube für die Kegelrobbenbullen - Deutschlands größte Raubtiere. Von Mitte November bis Ende März werden beinahe täglich Besuchergruppen zu den besten Plätzen für das "Kegelrobben-Watching" auf der Hochseeinsel weit draußen in der Nordsee geführt. Von weit her reisen inzwischen Naturfreunde an, die mit Kamera, Stativ und großen Teleobjektiven bewaffnet auf "Robbenjagd" gehen. Weil die Tiere Menschen nicht als Gefahr kennen, lassen sie Neugierige dicht heran.

Nach einer Umrundung des Oberlandes mit Ausblicken auf den Lummenfelsen und das Wahrzeichen Lange Anna kommt manch durchgefrorenem Winterurlauber das Freizeitbad gerade recht. Aus einem alten Meerwasserbad wurde das "Mare Frisicum Spa Helgoland". Jeder Gast hat viel Platz, sich im warmen Meerwasser im Freien oder in der Halle zu tummeln, sich auf dem Oberdeck im Whirlpool mit Blick auf die Nordsee zu entspannen oder in der Sauna zu schwitzen.

Naturfreunden empfiehlt sich auch ein Besuch der Vogelwarte auf dem Helgoländer Oberland am Rand des schon 1911 eingerichteten und seither fortentwickelten Fanggartens. Die historische Vogelsammlung von Heinrich Gätke kann dort im Wattenmeerhaus besichtigt werden. Sehenswert auf der Hochseeinsel sind auch das Meerwasseraquarium, die Feuerwache mit dem Gerätehaus und die zivilen Bunkerschutzanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg. Im örtlichen Veranstaltungskalender werden regelmäßig verschiedene Führungen angeboten.

Mit dem Auto ist nach rund 500 Kilometern und fünf Stunden Fahrzeit in Cuxhaven Endstation. Die Bahnfahrt mit dem ICE dauert bis Cuxhafen mit ein- bis zweimal Umsteigen dagegen nur dreieinhalb Stunden. Die Reise nach Helgoland, mehr als 50 Kilometer vor der Küste, ist einfach. Entweder steigen die Inselbesucher dann in ein Flugzeug, oder sie nehmen die "Funny Girl" ab Cuxhafen. Das robuste Schiff rollt, stampft, schaukelt und trennt seine Fahrgäste in zwei Gruppen: Die einen mögen es, den anderen wird schlecht. Nach zweieinhalb Stunden ist der Ritt über die Nordsee vorbei.

Informationen gibt es bei der Kurverwaltung Helgoland, Lung Wai 28, 27498 Helgoland, 04725 81 43-0 und im Internet unter www.helgoland.de und www.cassen-eils.de.

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