Mit dem Rad Teltow-Stadt, Kleinmachnow und Babelsberg entdecken

Das Pumpenhaus im Park Babelsberg. (Foto: Carsten Rasmus)

Spuren der Teilung gibt es viele, nicht nur mitten in Berlin, sondern auch an der Nahtstelle zu Potsdam. Ihnen nachzugehen, kann sehr spannend sein. Gedenksteine und Infotafeln säumen den Weg. Man kann sich auf den Wegen zwischen Zehlendorf, Stahnsdorf, Kleinmachnow und Babelsberg aber auch einfach nur treiben lassen.

Startpunkt ist der S-Bahnhof Teltow-Stadt. Auf Radwegen peilen wir den Teltowkanal an und können dabei einen kurzen Abstecher in die sehenswerte Teltower Altstadt machen. Ein Stück auf Zehlendorfer Kanalseite voran, wechseln wir am Augustinum nach Kleinmachnow über. Bald in der Nähe des beliebten Freibads Kiebitzberge, heißt es Kraft sammeln: Es geht zur Hakeburg hinauf, die über dem Machnower See thront. Kurz darauf passieren wir die Machnower Schleuse und rollen auf etwas holpriger Strecke, von den Buga-Weg-Hinweisen gelenkt, zum Stahnsdorfer Waldfriedhof.

Haarscharf am Gottesacker entlang mündet unser Weg in die Parforceheide, die sich in Steinstücken, einem Kuriosum der Teilung, lichtet. Dahinter säumen die Babelsberger Filmstudios die Straße, die schnurstracks zum Bahnhof Babelsberg verläuft. Zum berühmten Park ist es nur ein kurzes Stück, dann folgt Klein Glienicke, ein Ort voller Ausstrahlung. Wir wechseln auf die frühere politische Westseite des Griebnitzsees, fahren durch herrliche Wälder und erreichen Kohlhasenbrück. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Albrechts Teerofen, wir nehmen es also noch einmal mit dem Teltowkanal auf. Über den hilft uns am ehemaligen Kontrollpunkt Dreilinden die alte Autobahnbrücke.

Auf der begrünten Trasse der Autobahn steuern wir nun den bekannten Rastplatz an der A115 an. Noch ein Stück über kleine Waldwege, bringt uns die bei Spaziergängern sehr beliebte, zugewachsene Stammbahntrasse an die Kleinmachnower Karl-Marx-Straße. Durch grüne Wohngebiete, immer dem Berliner Mauerweg folgend, erreichen wir am Ende die Buschgrabenniederung, an der das Augustinum liegt. Zurück zum S-Bahnhof Teltow Stadt geht es auf der bereits bekannten Strecke.

  • Länge: 36 Kilometer auf teils hügeliger Strecke, teils Sand- und Schotterwege.

  • Anfahrt: S 25 Hennigsdorf - Teltow Stadt bis Teltow Stadt.

  • Parkplätze: im Umfeld des Bahnhofs und an der Teltower Altstadt.

  • Einkehr: In allen Orten entlang der Strecke vom Biergarten bis zum königlichen Ambiente.

  • Baden: im Freibad Kiebitzberge und im Tiefen See.

  • Route bei Google-Maps unter http://asurl.de/d7k, die GPS-Tracks finden sich auf http://asurl.de/d3-.


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Richtig sitzen leicht gemacht

Tipps zu Sitzhaltung, Sattel und Hosen


Lange Fahrten auf dem Rad erfordern nicht nur Kondition. Timo Preiß, Leiter der Abteilung Rad bei Zweirad-Stadler in Charlottenburg, weiß, was noch wichtiger ist:


"Unabdingbar ist die richtige Haltung. Unsere Mitarbeiter können den Kunden sagen, wie ihr individueller Abstand von Lenker zu Sattel und von Sattel zu Pedale aussehen muss." Und natürlich sollte auch der Sattel selbst den Erfordernissen jedes einzelnen entsprechen. Timo Preiß: "Auf sportlichen schmalen Sätteln gibt es z. B. wegen der geneigten Haltung weniger Druckpunkte zum Gesäß, während bei eher gemütlicher, aufrechter Fahrweise ein breiter Sattel empfehlenswert ist." Je nach Anspruch empfehlen sich ergonomische, sportliche, breite oder Gelsättel. "Eine kompetente Beratung wie bei Stadler ist also gerade in diesem Bereich wichtig", sagt Timo Preiß. "Natürlich können die Kunden die Sättel bei uns ausprobieren!" Für Laien erstaunlich: Selbst die richtigen Griffe am Lenkrad verdienen Beachtung, denn sie können je nach Form und Haltung durchaus zu Ermüdungen der Hände führen. Und auch die Hosen sind relevant - aus verschiedensten Materialien, für Damen oder Herren, mit oder ohne Polsterung, kurz oder lang. Timo Preiß: "Auch in diesem Segment verfügt Stadler über ein Riesensortiment. Mit Qualitätsmarken wie zum Beispiel Dynamics oder Löffler sind unsere Kunden immer auf der sicheren Seite."

Diese und weitere Touren sind ausführlich beschrieben im Buch "Radtouren ins Berliner Umland" (Band 2) aus dem KlaRas-Verlag, 12,80 Euro, ISBN 978-3-933135-32-2.

Carsten Rasmus / cr
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