Die Mittelspur meiden: Gut unterwegs auf der Autobahn

Jeder kennt sie: Autofahrer, die auf der Autobahn durchgängig in der Mitte fahren. Dabei erhöht so eine Fahrweise das Unfallrisiko und die Staugefahr, warnt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE) hin.

Selbst wer mehrere Lkw überholt, zwischen denen nur 50 bis 100 Meter Platz ist, sollte nicht in die schmale Lücke scheren, sondern weiter links bleiben und überholen, rät Hack. Sonst bremsen Autofahrer sich nur unnötig selbst aus. Ist zwischen den Brummis aber genügend Platz, fährt man besser rüber und macht so Platz für schnellere Autos.

Oft wechseln Autofahrer auf die Mittelspur, um andere Fahrzeuge bei Auffahrten einfädeln zu lassen. "Das kann man nach genauem Blick in den Rückspiegel machen", sagt Hack. Er erinnert aber daran, dass man im fließenden Verkehr Vorfahrt hat. Ist die mittlere Spur voll oder untersagt eine durchgezogene Linie den Spurwechsel, muss der Fahrer auf dem Beschleunigungsstreifen entsprechend reagieren. Entweder ist er schnell genug, um vorher einzuscheren, oder er muss leicht abbremsen, um das nebenher fahrende Auto passieren zu lassen.

Trotzdem ist man in solchen Fällen besser auch auf der rechten Spur bremsbereit, falls der Wagen auf dem Beschleunigungsstreifen einfach herüberzieht. "Das Einfädeln ist ein Unfallschwerpunkt", so Hack.

Unangebracht sind Spurwechsel bei zähfließendem Verkehr. "Das Springen zwischen den Spuren führt zu Verzögerungen und provoziert Auffahrunfälle", sagt Hack. Schneller geht es dadurch nicht. "Dabei spielt einem die Psyche auch einen Streich: Man denkt immer, dort wo man selbst fährt, dauert es am längsten", weiß Hack. Die rechte Spur bietet bei stockendem Verkehr wohl kleine Vorteile. Grund: Oft wird von der linken auf die mittlere Spur reduziert. Dann klemmt es dort durch das Einfädeln etwas mehr. Eine Garantie ist das jedoch nicht. "Staus können verschiedene Ursachen haben", erinnert Hack. Am besten kommt man letztlich durch, wenn man entspannt mitrollt. mag
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