Lehm im Wohnraum: Putze nicht immer umweltfreundlich

Farben und Putze aus Lehm gelten als besonders natürlich, umweltschonend und gut für das Raumklima. Dass es damit nicht immer so weit her ist, zeigt eine Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test".

Vor allem Lehmstreichputze könnten zwar die Fähigkeit einer Wand verbessern, Wasserdampf aufzunehmen - aber nur, wenn die Fläche darunter aus einem Material wie Gipskarton besteht, das Feuchtigkeit nicht gut aufnehmen kann.

Auf einer aufnahmefähigeren Unterlage verschlechtere sich diese Eigenschaft in den meisten Fällen, wenn Lehmstreichputz oder Lehmfarben darauf kommen. Allerdings wurden sieben Produkte in diesem Punkt immer noch mit der Note "gut" bewertet, weil die Fähigkeit zur Aufnahme von Wasserdampf hier dennoch in die höchste Klasse III eingeordnet werden kann. Gefunden haben die Tester in einigen Produkten Borax und Borsäure, die unter anderem als Konservierungsmittel verwendet werden. Diese Stoffe stehen den Angaben zufolge im begründeten Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit einzuschränken. Auch Schwermetalle wurden entdeckt, die aber natürlichen Ursprungs sein können. Allerdings wurden fünf Lehmstreichputze abgewertet, weil sie laut "Öko-Test" Blei enthalten, das als Nervengift gilt. In zwei Anstrichen gab es Antimon und Chrom beziehungsweise Nickel in deutlicher Konzentration. Insgesamt wurden zehn farbige Lehmstreichputze und sieben weiße, fertig angerührte Lehmfarben getestet. Sieger waren die Lehmfarben von Leinos und Pronatur sowie die Lehmstreichputze Clayfix Lehm Direct, Conlino, Kreidezeit Vega, Lehmorange, Lesando Furioso und Pro Crea.


dpa-Magazin / mag
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