Köpenick – Eine Stadt im Grünen

Bei ihren Spaziergängen kehrt Bärbel Nusche auch gern in Schmetterlinsghorst ein. (Foto: Bärbel Nusche)

Köpenick. Wald und Wasser bestimmen die Landschaft. Eingebettet zwischen Dahme und Spree hat sich eine lebhafte Stadt entwickelt.

Um die Altstadt herum wuchsen die Dörfer Wilhelmshagen mit den Siedlungen Neu Venedig, Schönhorst und Hessenwinkel, Rahnsdorf, Friedrichshagen, Hirschgarten, Köpenick, Oberschöneweide, Wendenschloß, Müggelheim, Grünau und Schmöckwitz mit Karolinenhof zu einem Bezirk der Stadt Berlin zusammen.

Ich bin in Köpenick aufgewachsen. Hier bin zur Schule gegangen, hier habe ich geheiratet. Vier Kinder sind aus dieser Beziehung hervorgegangen. Unsere liebsten Spaziergänge führten durch den Spreetunnel nach Rübezahl, von dort über den Müggelberg nach Marienlust. Nach Hause fuhren wir mit der Straßenbahn ab Wendenschloß.

Dieser Spaziergang gehört noch heute zu meinen liebsten Ausflügen, auch wenn ich inzwischen in Oberschöneweide wohne. Den Wanderweg entlang des Langen Sees möchte ich nicht besonders hervorheben. Es kennen ihn schon sehr viele Menschen, leider inzwischen auch sehr viele Fahrradfahrer, von denen nicht alle rücksichtsvoll sind. So leidet einer der schönsten Wanderwege.

Erwähnenswert ist Schmetterlingshorst. Nach jahrelangem Stillstand hat sich eine Initiative gegründet, die aus dieser ehemals wunderschönen Ausflugsgaststätte einen Wanderstützpunkt gemacht hat. Es gibt jetzt einen sehr gut geführten Imbiss, einen großen Biergarten unter Bäumen und auch wieder eine Schmetterlingssammlung. Hier sind unsere Eltern gern mit uns eingekehrt.

Besonders an schönen Sommertagen zog es viele Gäste hierher, sodass der Kellner einmal auf die Frage, warum es denn so lange dauere, erklärte. „Wir braten die Schnitzel ja schon hochkant. Schneller geht es leider nicht.“ Dieses ist mein Lieblingsplatz geworden. Hier kehre ich gern ein, hier fühle ich mich wohl. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre, oft treffe ich nette Menschen, mit denen ich mich eine Weile unterhalte.

Eine grüne Weiße gehört dann ebenso dazu wie ein Paar Wiener mit Brötchen. Und am Abend fahre ich entspannt und gut gelaunt wieder nach Hause. Dort genieße ich zum Abschluss des Tages ein Bier, setze mich vor den Computer und werte die Aufnahmen des heutigen Tages aus.

Weil mir meine Heimat Köpenick nicht gleichgültig ist, sehe ich natürlich auch Dinge, die mir nicht gefallen oder mich nachdenklich stimmen. Bemerkenswert ist eine rege Bautätigkeit von Schöneweide bis Köpenick. Nichts dagegen einzuwenden, doch sollte das Spreeufer nicht zugebaut werden. Ich habe auf meinen Spaziergängen einiges anderes gesehen. Die Spree gehört uns allen. So soll auch ein Wanderweg entlang der Spree uns allen gehören. Und zwar auf beiden Seiten der Spree. Bärbel Nusche
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