Klein und schnell soll er sein: Darauf kommt es bei einem USB-Stick an

Eine Plastikkappe schützt die empfindlichen Kontakte am USB-Stick – falls sie nicht verloren geht. (Foto: Andrea Warnecke)

Kaum vorzustellen, aber wahr: Erst seit dem Jahr 2000 gibt es USB-Sticks. 15 Jahre später sind die kleinen Datenspeicher für die Hosentasche kaum mehr wegzudenken. Kein Wunder, schließlich war es noch nie so einfach, auch große Datenmengen zu transportieren. Doch es gibt einige Dinge über USB-Sticks, die jeder Verbraucher wissen sollte.

Das fängt bei der Geschwindigkeit an. Hier gibt es enorme Unterschiede – vor allem beim Schreiben von Daten. "Zwischen 2 und 450 Megabit pro Sekunde ist da alles möglich", sagt Boi Feddern von der Computerzeitschrift "c't". Grund sind die unterschiedlichen Standards. Alte Sticks mit der USB-Version 1.x sind am langsamsten – diesen Anschluss findet man noch bei älteren Computern. Mittlerweile sind USB 2.0 oder die aktuellste und schnellste Variante 3.0 Stand der Dinge. Sie schreiben Daten wesentlich schneller in den Speicher. Auch wenn es um das Auslesen von Daten geht, ist USB 3.0 am schnellsten. "Die theoretische maximale Geschwindigkeit bei USB 2.0 liegt bei 480 Megabit pro Sekunde, bei USB 3.0 bei 4000", erklärt Manuel Fischer vom IT-Verband Bitkom. Diese Höchstwerte werden allerdings nie erreicht. In der Praxis seien es maximal nur 320 Mbit/s bei USB 2.0 und 2400 Mbit/s für USB 3.0.

Neue Sticks funktionieren auch problemlos an älteren Computern. Da USB 3.0 abwärtskompatibel ist, funktionierten sie auch an Anschlüssen für den Vorgänger 2.0. Dann aber auch nur mit dessen Geschwindigkeit. Es spricht also nichts gegen den Kauf eines Modells, das USB 3.0 unterstützt.

Die flotte Übertragung von Daten hängt aber nicht nur vom Standard allein ab. "Was in der Anwendung erzielt wird, hängt dabei vom Computer, vom Anschluss, vom Stick und gegebenenfalls vom eingesetzten Kabel ab – das schwächste Glied limitiert die Geschwindigkeit", erklärt Manuel Fischer. Die Folge sind teils enorme Unterschiede zwischen Sticks verschiedener Hersteller.

Bei der Auswahl gibt es eine Faustregel: Sehr kleine und sehr große Sticks sind im Vergleich sehr teuer. "Derzeit empfehlen sich Sticks zwischen 8 und 128 Gigabyte – darüber und darunter wird Speicher überproportional teuer", erklärt Boi Feddern. Auch besonders schnelle Speicherchips sind recht teuer. Für mittelschnelle Modelle sind zurzeit Preise von 40 bis 80 Cent pro Gigabyte üblich.

Obwohl sie recht unverwüstlich wirken, sollten USB-Sticks sorgsam behandelt werden. "Wer den Stick häufig herumträgt, sollte darauf achten, dass die Kontakte möglichst gut geschützt sind", rät Fischer.
dpa-Magazin / mag
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