Wintertemperaturen sind kein Hindernis

Endloses Kratzen und Jucken: Daran erkennen Halter meist sehr schnell, dass ihr Hund von Flöhen geplagt wird. (Foto: Markus Scholz)

Wer denkt, dass Flöhe mit dem Sommer verschwinden, irrt. Auch im Winter überleben die Tiere.

Im Fell gelangen die Pünktchen ins Haus, machen es sich bequem und vermehren sich. "Das kann rasend schnell gehen. Ein Weibchen legt im Monat bis zu 750 Eier", erklärt Sabine Schüller, Geschäftsführerin des Bundesverbands für Tiergesundheit (BfT) in Bonn.

Tina Hölscher von der Aktion Tier bestätigt: Hat es der Floh erst ins Körbchen geschafft, kommt sein Ernährer in der kalten Zeit viel öfter vorbei. "So kann er immer wieder Blut saugen und sich bestens vermehren", sagt die Münchner Tierärztin. Um beim Flohzirkus mitzumachen, genügt einmaliger Kontakt mit einem befallenen Tier.

"Jeder Tierarzt und viele Apotheken haben entsprechende Präparate vorrätig, damit die befallenen Tiere behandelt werden können", sagt Hölscher. Bleiben die Flöhe jedoch länger als zwei Wochen unentdeckt, wird es anstrengend. "Dann haben sich die Flöhe so vermehrt, dass es aufwendig wird, sie zu eliminieren."

Doch wenn die Tiere behandelt sind, ist die Plage nicht aus dem Haus. "Nur 20 Prozent der Population befindet sich auf dem Wirt, die anderen hausen in Körbchen oder Teppich", erklärt Hölscher. Daher muss auch die Wohnung dran glauben. Was waschbar ist, soll bei 30 Grad in die Maschine. Böden und Sofas gehören täglich gründlich abgesaugt. "Am besten entsorgt man Staubsaugerbeutel danach direkt in die Mülltonne", rät die Expertin.


dpa-Magazin / mag
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