Fahrradfahrer stirbt nach Unfall

Verursacher kann wahrscheinlich nicht belangt werden

Neukölln. Ein 55-jähriger Mann ist am 14. Juni nach einem Unfall auf der Hermannstraße gestorben. Ein weißes „Geisterfahrrad“ erinnert an ihn.

Der Mann radelte am 13. Juni gegen 23 Uhr auf der Hermannstraße und wollte links an einem Porsche vorbeifahren, der an der Ecke Kienitzer Straße im absoluten Halteverbot stand. Einen Fahrradweg gibt es hier nicht, nur einen kurzen, markierten „Radfahrschutzstreifen“ direkt an der Ampel, den das Auto aber blockierte.
Als der Radfahrer an dem Wagen vorbeifuhr, riss der Fahrer die Tür unvermittelt auf, der 55-Jährige knallte dagegen. Er stürzte und verletzte sich schwer am Kopf. Am nächsten Tag starb er im Krankenhaus.
Besonders bitter: Wahrscheinlich muss sich der 50-jährige Autofahrer nicht wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Er ist Angehöriger der saudi-arabischen Botschaft und genießt Immunität. Das Auswärtige Amt hat aber inzwischen eine Verbalnote an die Botschaft geschickt und um Stellungnahme gebeten.
Die Initiative „Volksentscheid Fahrrad“ und andere Verbände haben am 15. Juni zur Mahnwache an der Unglücksstelle aufgerufen und ihre Forderung nach einer Politik erneuert, die das Fahrradfahren in der Stadt sicherer macht. sus
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