Neuköllns Bürgermeister tritt aus gesundheitlichen Gründen ab

Heinz Buschkowsky (Foto: Sylvia Baumeister)

Neukölln. Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) gibt sein Amt auf: Am 27. Januar hat der 66-Jährige überraschend den Regierenden Bürgermeister Michael Müller um die Versetzung in den Ruhestand gebeten.

Für seine Entscheidung gab Buschkowsky gesundheitliche Gründe an. Am 1. April geht er offiziell in Pension; sein letzter Arbeitstag wird jedoch schon Anfang Februar sein. Ursprünglich wollte Buschkowsky bis zur nächsten Bezirkswahl 2016 im Amt bleiben.

Der gebürtige Rudower ist der dienstälteste Berliner Bezirksbürgermeister - am 1. Dezember 2001 übernahm er die Aufgabe. Über die Grenzen Neuköllns und Berlins hinaus bekannt wurde er wegen seiner kritischen Haltung zur Integrationspolitik. Im Jahr 2004 machte er Furore mit der Aussage "Multikulti ist gescheitert"; sein Buch "Neukölln ist überall" (2012) wurde zum Bestseller.

Buschkowskys Nachfolgerin wird höchstwahrscheinlich seine Parteikollegin Franziska Giffey, die heutige Neuköllner Bildungsstadträtin. Der SPD-Kreisvorstand Neukölln hat in einer Sondersitzung am 27. Januar Abend entschieden, sie zu nominieren.


Klaus Tessmann / KT
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