Zahl der Briefwähler steigt: Seit dem 1. August laufen die Vorbereitungen zur Berlin-Wahl

Bezirkswahlleiter Kristian Schiemann hat bis kurz nach der Wahl in Neukölln alle Hände voll zu tun. Foto: Sylvia Baumeister (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Bezirkswahlamt Neukölln |

Neukölln. Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus und zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 18. September bereitet sich das Wahlamt Neukölln auf seine Aufgaben vor. Seit 8. August ist die Briefwahl möglich.

Allein in Neukölln gibt es 236 000 Wahlberechtigte für das Berliner Abgeordnetenhaus und die BVV. Sie sind aufgefordert, ihre Stimme für Parteien und Kandidaten in sieben Wahlkreisen abzugeben. Dazu werden 155 Stätten in Urnenwahllokale umgewandelt, 40 Briefwahllokale kommen hinzu.

„Der Anteil der Briefwähler ist bei jeder Wahl größer geworden und dieser Trend wird wohl auch anhalten“, mutmaßt Kristian Schiemann, der das Bezirkswahlamt im Rathaus Neukölln seit 2010 nebenamtlich leitet. Musste sein Amt, das zuständig ist für die Vorbereitung und ordnungsgemäße Durchführung von Wahlen, vor der Abgeordnetenhaus- und BVV-Wahl 2011 noch 35 000 Briefwahlscheine ausstellen, waren es zwei Jahre später zur Bundestagswahl schon 42 000 Briefwähler.

Um dem Arbeitsaufkommen vor der Wahl gerecht werden zu können, stellte der Bezirk jetzt 24 temporäre Zusatzkräfte ein. Sie verschicken die Briefwahlunterlagen, nehmen kurzfristige Adress- oder Namensänderungen der Wahlberechtigten auf und nehmen die Wahlunterlagen – auch persönlich – entgegen. „Das Briefwahlgeschäft geht in dem Moment los, in dem die Wahlbenachrichtigungen in den Haushalten ankommen“, sagt Kristian Schiemann.

Das Bezirkswahlamt ist auch für die Schulung der 1800 ehrenamtlichen Wahlhelfer zuständig. In der Schulung erfährt jedes Team, bestehend aus vereidigtem Wahlvorstand und dessen Stellvertreter sowie einem Schriftführer und Beisitzern, alles über die Einrichtung des Wahllokals, die Beschilderung, den Ablauf und die Auszählung der Stimmzettel, die danach sofort im Bezirkswahlamt abgegeben werden müssen.

Kristian Schiemann und seine Mitarbeiter harren dann nicht selten bis tief in die Nacht im Rathaus aus: „Wir warten hier so lange, bis auch der letzte Wahlvorstand die Stimmzettel aus seinem Wahllokal abgegeben hat.“ Alle Infos zur Wahl gibt es unter www.wahlen-berlin.de. SB
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