Von Computerspielen bis Cybermobbing: Die Schule Eins lud zum ersten "Tag der Medien" ein

Philipp Kuhlmann und Sophie Thorwirth gestalteten mit einem Tablett zum Medientag ein YouTube Tutorials zum Thema Handy. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Schule Eins |

Pankow. Wie funktioniert ein QR-Code? Was kann man mit dem Smartphone alles machen? Wie kann man YouTube-Tutorials erstellen? Um diese Fragen ging es beim ersten „Tag der Medien“ an der Schule Eins.

„Diesen Tag organisierten wir aber nicht nur für die Schüler, sondern auch für Lehrer und Eltern“, sagt Sandro Brandl. Er ist der Medienpädagoge der Gemeinschaftsschule in der Berliner Straße 120. Viele Eltern wissen mit der modernen Technik, die ihre Kinder tagtäglich nutzen, nicht viel anzufangen. Und auch die meisten Lehrer haben noch Nachholbedarf. „Wir stellten auch fest, dass manche Schüler Probleme mit den modernen Medien haben. Cybermobbing und Internetsicherheit spielen dabei eine Rolle“, so Sandro Brandl.

Medienkompetenz stärken

Vor einem Jahr begann ein Team aus Lehrern und Eltern mit der Vorbereitung des "Tages der Medien". Eine finanzielle Unterstützung für das Projekt gab es von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Das mezen Medienkompetenzzentrum Pankow unterstützte den Tag mit Fachleuten und Gerätschaften. So konnten 100 Schüler der Klassenstufen sieben bis elf, ihre Lehrer und Eltern ihre Medienkompetenz stärken. In der Unterrichtszeit fanden zunächst zehn parallel laufende medienpädagogische Workshops statt. Dabei ging es um das Design von Computerspielen oder um das Erstellen YouTube-Tutorials. Arijeta Gashi und Jana Karge drehten zum Beispiel ein Video zum Gestalten von Stoffbeuteln. In einem anderen Workshop entwickelten Sina Frauendorf und Jamie Grotejohann eine Smartphone-Rallye für Eltern. Dabei kamen QR-Codes zum Einsatz.

Und Jasper Swart vom mezen-Team präsentierte Schülern ein bekanntes Computerspiel, das modifiziert wurde. „Mit ihm können wir jetzt Lese-, Mathe- und Wissensaufgaben erfüllen. Außerdem ist eine soziale Komponente dabei“, erklärt er. „Alle Aufgaben müssen gemeinschaftlich gelöst werden. Die Schüler müssen sich also untereinander helfen, um gemeinsam im Spiel voranzukommen.“ Aber auch die Probleme der digitalen Medien wurden nicht verschwiegen. So beschäftigten sich die Schüler mit Fragen des Datenschutzes und mit dem Schutz vor Cybermobbing.

„Unsere Lehrer haben beim Projekttag ihre Schüler in einem ganz anderen Kontext kennenlernen können“, meint Sandro Brandl. Lehrer wie Eltern konnten auch noch einiges über den Umgang mit modernen Medien hinzulernen.

Nach diesem ersten "Tag der Medien" hat sich das Team um Sandro Brandl vorgenommen: „Wir werden jetzt in jedem Jahr solch einen Tag veranstalten.“ BW
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