Insgesamt zwölf Bäume an der Laudaer Straße gepflanzt

Jens-Holger Kirchner und Danny Linke gossen die Bäume an. Hans-Joachim Wagner und Annemarie Finke (hinter dem Baum) beobachteten sie dabei. (Foto: BW)

Pankow. Die Laudaer Straße ist seit wenigen Tagen wieder eine richtige Allee. Vor den Hausnummern 5 und 7 pflanzten Danny Linke, der Pankower Niederlassungsleiter der Firma Fielmann, und Stadtentwicklungsstadtrat Jens Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) zwei Rotdornbäume.

Diese Neupflanzung ist vor allem dem Engagement von Anwohnern der Laudaer Straße zu verdanken. Die Straße war schon einmal eine richtige Allee. In den vergangenen Jahren mussten aber immer wieder Bäume gefällt werden, weil sie in ihrer Standsicherheit gefährdet waren. So gab es Mitte des vergangenen Jahrzehnts kaum noch Bäume in der Straße. Auch vor dem Hauseingang der Laudaer Straße 10 musste 2007 ein Rotdornbaum gefällt werden. Mieterin Annemarie Finke war kurz zuvor in dieses Haus eingezogen. Sie hoffte, dass der gefällte Baum rasch ersetzt wird. Weil sich nichts tat, rief sie seinerzeit beim Bezirksamt an. Man erklärte ihr, dass die Pankower Haushaltssituation es nicht zulasse, gefällte Bäume rasch zu ersetzen. Daraufhin organisierte die rührige Mieterin mit Nachbarn eine Spendenaktion.

Gemeinsam mit den Mietern Werner Hahnefeld und Waltraud Schwarz setzte sich Annemarie Finke mit der Umweltschutzorganisation BUND in Verbindung. Diese richtete ein Baumpaten-Spendenkonto ein. Nach einem Artikel in der Berliner Woche gingen etliche Spenden ein. Davon konnten drei neue Bäume besorgt werden. Drei weitere spendierte die BBG Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft. 2008 konnten die sechs Bäume gepflanzt werden. Der Anwohner Hans-Joachim Wagner machte sich nun dafür stark, dass vor den Hausnummern 5 und 7 zwei weitere Bäume gepflanzt werden. Er hörte, dass die Firma Fielmann Baumpflanzaktionen unterstützt. Deshalb wandte er sich an die Firmenzentrale.

Es dauerte zwar seine Zeit, ehe mit dem Unternehmen und dem Bezirksamt alle notwendigen Details abgestimmt waren, aber in diesem Herbst kam dann die Zusage für zwei Bäume. Deren Kauf, Pflanzung und Pflege kosten immerhin jeweils 1500 Euro.

Als "sensationell" empfindet der Anwohner, dass sich das Grünflächenamt daraufhin entschloss, die noch fehlenden Alleebäume entlang der Straße zu pflanzen. Diese wurden aus sogenannten Ausgleichsmitteln finanziert. Dieses Geld haben Bauherren an das Bezirksamt zu zahlen, wenn sie sogenannte Grünflächen versiegeln, also zum Beispiel Parkplätze oder Supermärkte bauen. So kamen vor wenigen Tagen weitere zehn Bäume in die Erde.

Die Straße ist nun wieder eine Allee. Thomas Moises, dessen Garten- und Landschaftsbaufirma die Bäume pflanzte, hofft, dass das Engagement der Anwohner der Straße für die Bäume weiter anhält. Die Mitarbeiter der Garten- und Landschaftsbaufirma bereiteten die Baumgrube zwar so vor, dass die Bäume in den kommenden Jahren auch genug Nährstoffe bekommen. "Notwendig ist aber, dass die Bäume in den nächsten Sommern von Bürgern gut gewässert werden", erklärt Thomas Moises. Immerhin 15 Jahre braucht so ein junger Baum, ehe er richtig angewachsen ist.


Bernd Wähner / BW
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