Senat und Bezirk sind sich einig: Neun Standorte für Flüchtlingsunterkünfte stehen fest

Der Senat prüft derzeit, ob dieses Grundstück an der Ecke Danziger und Kniprodestraße für den Bau einer temporären Flüchtlingsunterkunft geeignet ist. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Im gesamten Bezirk sollen in absehbarer Zeit neun modulare Flüchtlingsunterkünfte neu entstehen. Darin sind sich Senat und Bezirksamt einig.

„Ich begrüße es sehr, dass vonseiten des Senats endlich ein zielgerichteter Plan zur Unterbringung von Flüchtlingen zu erkennen ist“, erklärt Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). „Unser Ziel ist es, möglichst bald die im Bezirk als Flüchtlingsunterkunft genutzten Sporthallen freizuziehen. Dies kann bis zum Sommer gelingen, wenn bis dahin genügend Modulare Flüchtlingsunterkünfte bezugsfertig sind und die Zahl der neu ankommenden geflüchteten Menschen nicht wieder größer wird.“

In den vergangenen Monaten protestierte das Bezirksamt immer wieder gegen die Belegung von Turnhallen mit Flüchtlingen. Gegen die jetzt vom Senat benannten Flächen für den Aufbau von Modulen habe das Bezirksamt keinen Einspruch erhoben, so Köhne.

Modulare Flüchtlingsunterkünfte für eine Langzeitnutzung sollen laut Senat am Blankenburger Pflasterweg 101, in der Gustav-Adolf-Straße 67/74, am Lindenberger Weg 19/27, an der Wolfgang-Heinz-Straße neben der Nummer 47 sowie an der Straße 69 in Karow errichtet werden.

Die Mittel für die Standorte Lindenberger Weg und Wolfgang-Heinz Straße in Buch sind bereits freigegeben. Der Abstimmungsprozess über die Nutzung der Flächen an der Straße 69, die der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau gehören, läuft noch.

Nutzung bis zu 60 Jahren

Weiterhin sollen in Pankow temporäre Unterkünfte errichtet werden. Vorgesehene Standorte sind die Kirchstraße 69, die Walter-Friedländer-Straße nördlich der Nummer 19, die Greifswalder Straße 80d sowie die Danziger Straße, Ecke Kniprodestraße. Die beiden letztgenannten Flächen in Prenzlauer Berg werden laut Köhne derzeit vom Senat noch einmal auf ihre Eignung hin geprüft. Die temporären Unterkünfte sollen drei Jahre lang genutzt werden.

Für die Modularen Flüchtlingsunterkünfte sieht der Senat indes eine Nutzung von bis zu 60 Jahren vor. Eine Nachnutzung als Wohnungen zum Beispiel für Studenten ist möglich. Die Module sind fünfgeschossige Fertighäuser aus Stahlbeton, die über Einzel- und Doppelzimmer mit Gemeinschaftsküchen und -bädern verfügen. Pro Standort sollen bis zu 500 Personen in diesen Häusern Platz finden. Sobald verlässliche Informationen über Bauablauf und Betreiber der Unterkünfte vorliegen, wird das Bezirksamt darüber informieren. BW
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