Kinder und Eltern formulieren ihre Wünsche für den Spiel- und Bolzplatz auf dem Fröbelplatz

André Kima und Karsten Speckmann übergaben im Beisein von Schülern der Grundschule am Planetarium den neuen Beteiligungskoffer an Jeanette Münch. (Foto: Bernd Wähner)
 
Zur Planungsparty auf dem Fröbelplatz erklärten Schüler aus der 6b der Grundschule am Planetarium dem Landschaftsarchitekten Daniel Oppermann, was sie sich für den Spielplatz und den Bolzplatz wünschen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Fröbelplatz |

Prenzlauer Berg. Der Fröbelplatz ist nach dem Begründer der Kindergärten benannt. Dass auf solch einem Stadtplatz auch eine Spielfläche gehört, ist fast zwingend. Aber diese Spielfläche ist derzeit wenig attraktiv. Deshalb soll sie neu gestaltet werden.

Derzeit gibt es auf der Fläche vor allem viel Sand. Darauf stehen auch ein paar Spielgeräte. Aber attraktiv ist er dadurch lange noch nicht. Das merkt man auch an der Zahl der Nutzer. Ähnlich sieht es auf dem benachbarten Bolzplatz aus. Auch er ist sanierungsbedürftig. Deshalb möchte das Straßen- und Grünflächenamt diese beiden Fläche des Fröbelplatzes sanieren lassen. Dafür stehen bereits 344 000 Euro zur Verfügung.

Dieses Geld stammt aus Ausgleichszahlungen aus den früheren Sanierungsgebieten.

Damit die Neuplanung von Spiel- und Bolzplatz nicht am Bedarf vorbei geschieht, entschloss sich das Bezirksamt ein Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren zu initiieren. Ein erster Höhepunkt in diesem Verfahren war eine Planungsparty auf dem Spielplatz. Organisiert wurde sie von Jeanette Münch, die im Pankower Jugendamt die Kinder- und Jugendbeteiligung koordiniert, sowie von der Planergemeinschaft Kohlbrenner.

Die Idee der Planungsparty stieß auf große Resonanz. Kinder aus der benachbarten Kita „Schwalbennest“, deren Eltern, Schüler aus der Grundschule am Planetarium, Jugendliche aus dem Kiez und Anwohner kamen. Etwa 150 Teilnehmer formulierten an Ideenwänden, was sie sich für den Fröbelplatz wünschen: zum Beispiel eine Rutsche für kleinere Kinder, Balancierelemente, Spielgeräte mit Überdachung, einen Spielhügel, eine kleine Ritterburg und Bänke auf der großen Sandspielfläche. Die Jugendlichen möchten unter anderem ein Turngerät für Fitness- und Krafttraining. Schüler aus der Grundschule am Planetarium fertigten sogar Modelle an, auf denen sie ihre Wünsche darstellten. Auch sie wünschen sich vor allem mehr Elemente für sportliche Aktivitäten.

All diese Anregungen wurden vom Team der Planergemeinschaft Kohlbrenner sowie vom Architekten Daniel Oppermann erfasst. Letzterer wird sich mit der Planung befassen. Vorgesehen ist, auf einer weiteren Veranstaltung im Juni die vorläufige Planung vorzustellen. Bis Oktober soll die Planung dann so weit sein, dass die Bauarbeiten auf dem Fröbelplatz ausgeschrieben und voraussichtlich im Frühjahr 2017 beginnen können.

Damit solche Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren künftig noch effizienter sein können, stellte der Fachbereich Stadterneuerung des Pankower Stadtplanungsamtes einen „Beteiligungskoffer“ zusammen. Dieser enthält Kameras, Diktiergeräte, Kreide, Malstifte, Maßbänder und mehr. Den ersten Koffer dieser Art in Berlin übergaben Christoph Speckmann und André Kima vom Fachbereich Stadterneuerung an Jeanette Münch vom Jugendamt. Dieser Koffer steht ab sofort Kitas, Schulen und Jugendklubs zum Ausleihen zur Verfügung, wenn sie neue Pläne oder Vorschläge für die Neugestaltung von Spielplätzen oder Grünflächen entwickeln möchten. Diese melden sich dann unter  902 95 71 17 oder per E-Mail an jeanette.muench@ba-pankow.berlin.de. Die Vorschläge für die Neugestaltung der Flächen auf dem Fröbelplatz werden ab dem 25. Mai auf www.planergemeinschaft.de/Beteiligung-Froebelplatzveröffentlicht. BW
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