Schüler gewannen mit ihrem Film „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ einen ersten Preis

Die Lerngruppe Phönix mit ihrer Lehrerin Maria Antoniades gewann mit „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ den ersten Preis der Kinderjury. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule |

Prenzlauer Berg. Über einen tollen Erfolg kann sich die Lerngruppe Phönix der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule freuen. Sie gewann den ersten Preis der Kinderjury beim Kinderrechte-Filmfestival.

In der Lerngruppe Phönix werden Schüler der Klassenstufen 4 bis 6 gemeinsam unterrichtet. In ihrem Kurzfilm „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ setzen sich die Neun- bis Zwölfjährigen mit ihrem Alltag zwischen Klavierunterricht, Yoga, Sport und Spanisch-Nachhilfe auseinander. Mit einem Augenzwinkern nehmen sie dabei den Schul- und Freizeitförderwahn mancher Eltern ins Visier. Charmant, nachdenklich und pointiert inszenieren sie ihre eigene Geschichte zu diesem Thema.

Organisiert wird das Kinderrechte Filmfestival vom Landesverband Kinder- und Jugendfilm (Kijufi) Berlin. Ein Teil der Phönix-Lerngruppe unter Leitung der Lehrerin Maria Antoniades hatte bereits im Vorjahr mit einem Film am Festival teilgenommen. Inzwischen sind aber neue Schüler in die Lerngruppe gekommen. Als die Anfrage kam, ob die Lerngruppe erneut mitmachen möchte, sagten die Schüler und ihre Lehrerin zu.

Nun hieß es, eine Idee zu finden. „In dem Film sollte es um Kinderrechte gehen“, sagt Yannik aus der Lerngruppe. „Deshalb hatten wir einen ganzen Workshop-Tag. An dem ging es um Kinderrechte und um die Themen Film, Kameraführung und Kameraeinstellung.“ Dazu konnten die Schüler ein Team des Projektes Kids Courage und Jan Rooschüz vom Team des Kijufi als Gäste begrüßen.

Vor und hinter der Kamera

Im Workshop konnte jeder Vorschläge machen. Schließlich entschieden sich die Schüler für einen Film über das Kinderrecht auf Spiel und Freizeit. Von dieser Idee ausgehend, schrieb eine Schülergruppe das Drehbuch. An dem wurde mit Unterstützung von Jan Rooschüz weiter gearbeitet. Danach wurden sowohl die Rollen für den Film besetzt als auch alle Aufgaben hinter der Kamera verteilt. Überrascht waren die Schüler darüber, wie viele Menschen an einem Film mitwirken: neben Schauspielern vor der Kamera auch Kameramann, Kameraassistent, Regisseur, Regieassistent, Tontechniker, Aufnahmeleiter und viele mehr dahinter.

„Alle Schüler machten mit. Jeder hatte seine Aufgabe“, sagt Oskar. „Wir haben dann zwei Tage lang in der Schule und auf dem Humannplatz gedreht.“ Entstanden ist ein Kurzfilm, der nicht nur für Kinder, sondern besonders auch für Eltern sehenswert ist. Beim Kinderrechte-Filmfestival sind dann 16 Wettbewerbsbeiträge gezeigt worden. „Dass wir den ersten Preis der Kinderjury gewannen, war für uns eine echte Überraschung“, sagt Angelina, die die Rolle der Mutter im Kurzfilm spielte. „Die Arbeit am Film machte uns allen viel Spaß. Für mich war es besonders spannend, eine Erwachsenenrolle zu spielen.“

"Jeder Einzelne war wichtig"

Aber auch hinter der Kamera hat es allen gefallen. „Ich machte bei der Aufnahmeleitung und an der Kamera mit. Es war richtig spannend, einen Film zu drehen. Da habe ich manches gelernt“, sagt Timon. Seine Mitschülerin Lila fasst ihre Erfahrung zusammen: „Die Arbeit am Film hat uns als Lerngruppe viel mehr zusammengebracht. Wir haben vom Anfang bis zum Ende zusammengearbeitet. Jeder Einzelne war wichtig, ob vor oder hinter der Kamera.“ BW

Zu sehen ist der Film „Das Leben ist (k)ein Ponyhof“ jetzt auch im Internet auf https://youtu.be/DhAUJBJLrg8.
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