Parkraumkontrolleure sollen auch auf anderen Gebieten firm sein

Prenzlauer Berg. Die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung sollen künftig noch mehr als Ansprechpartner der Bürger fungieren. Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der SPD. Prenzlauer Berg ist bislang der einzige Ortsteil im Bezirk, in dem es eine Parkraumüberwachung gibt.

Zur Überwachung sind etwa 160 Mitarbeiter im Einsatz. Diese gehören zum Ordnungsamt, in dem auch Themen wie illegale Müllablagerungen, Lärmbelästigung und Baustellenkontrolle behandelt werden. Zwar hat der allgemeine Ordnungsdienst eigene Außendienstmitarbeiter, aber auch die Mitarbeiter der Parkraumbewirtschaftung werden immer wieder mit solchen Themen konfrontiert. Aufgrund ihrer Uniformierung werden sie von Bürgern als Vertreter der Verwaltung auf der Straße wahrgenommen. Wenn sie dann sagen müssen, dass sie für dieses oder jenes Thema nicht zuständig sind, entstehe beim Bürger der Eindruck einer teilnahmslosen Verwaltung, so die SPD-Fraktion in ihrer Antragsbegründung.

Deshalb sollten die Mitarbeiter der Parkraumbewirtschaftung zumindest in die Lage versetzt werden, die Bürger bei konkreten Anliegen an die richtigen Ansprechpartner in der Verwaltung zu vermitteln. Dieser Intention konnte sich auch der BVV-Ausschuss für Verkehr und öffentliche Ordnung anschließen, der sich mit dem Antrag befasste.

Hilfreiche Informationen

Bereits jetzt führten die Mitarbeiter der Parkraumüberwachung Visitenkarten mit den Kontaktdaten der Zentralen Anlauf- und Beratungsstelle des Ordnungsamtes mit sich, meint dazu der Pankower Stadtrat für öffentliche Ordnung, Dr. Torsten Kühne (CDU). Diese können sie bei Bedarf den Bürgern in die Hand drücken. Darüber hinaus würden im Sinne des Beschlusses nun auch die im Ordnungsamt bereits vorhandenen Faltblätter zu unterschiedlichen ordnungsrechtlichen Themen verstärkt im Bereich Parkraumbewirtschaftung eingesetzt, um Bürgern weiterhelfen zu können, so Kühne. "Somit können die Dienstkräfte je nach Anlass den Bürgern hilfreiche Informationen und Kontaktdaten zukommen lassen", so der Stadtrat.


Bernd Wähner / BW
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