Stadtpark Steglitz erhält historische Ulmenallee zurück

Die Baumallee am Hauptweg des Stadtparkes Steglitz soll ihren Namen wieder verdienen. In den nächsten Wochen werden 22 Ulmen gepflanzt. Die Baumstümpfe verschwinden. (Foto: K. Rabe)
Berlin: Stadtpark Steglitz |

Steglitz.Die Hauptallee des Stadtparks Steglitz wird in den kommenden Wochen nach historischem Vorbild wiedergestellt. Zunächst aber müssen 18 Silberahorne gefällt werden, um Platz für junge Ulmen zu schaffen.

Schon zur Entstehung des Stadtparkes vor über hundert Jahren säumten Ulmen die Allee auf der Hauptachse. Die Bäume mussten jedoch im Jahre 1927 wegen eines Ulmensterbens komplett beseitigt werden. Stattdessen wurden Silberahorne nachgepflanzt, die im Laufe der Jahre aufgrund von Baumschäden nach und nach gefällt werden mussten.

Mit der jetzt geplanten Nachpflanzung der Ulmen wird die letzte Phase der Sanierung der uneinheitlichen und lückenhaften Allee eingeläutet, die im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des Stadtparkes im Jahr 2014 begonnen wurde. Unter anderem wurden schon vor dem Jubiläum die Hauptachse und andere baufällige Wege für rund 150 000 Euro erneuert. 2014 ist der Rosengarten ebenfalls nach historischem Vorbild denkmalgerecht wiederhergestellt worden. Die Kosten betrugen rund 25 000 Euro.

Mit dem Abschluss der Sanierung soll die Allee wieder ihren alten Charakter erhalten. Insgesamt werden 22 Ulmen gepflanzt. Die ausgewählte Sorte ist gegen Krankheiten resistent. Die Kosten für die Erneuerung der Allee von etwa 40 000 Euro werden über Ausgleichsmittel finanziert, die der Bezirk im Rahmen eines Bauvorhabens in der Albrechtstraße erhalten hatte. Die Maßnahme soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Der Stadtpark ist eine bedeutende Parkanlage und ein wichtiges Naherholungsgebiet für Steglitz-Zehlendorf. Jedes Jahr fließen kontinuierlich Gelder in Pflege und Sanierungsarbeiten. Nächstes großes Projekt ist die Entschlammung des großen Doppelteiches im Park. Die Arbeiten sollen in Kürze beginnen und sich bis in das kommende Jahr hinziehen. Die Maßnahme kostet rund 300 000 Euro und wird durch den Senat und das bezirkliche Umweltamt gefördert. KaR
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