Großes Interesse am „ÜBerlin-Wohnturm“
Kreisel verwandelt sich zum City Tower

In der 13. Etage wurden zwei Musterwohnungen eingebaut.
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Am Kreisel-Hochhaus gehen die Bauarbeiten voran. Davon konnten sich die Bürger überzeugen, die kürzlich mit dem SPD-Wahlkreisabgeordneten Matthias Kollatz die Baustelle besuchten.

Alle Eigentumswohnungen des Wohnprojektes City Tower sollen bis Mitte 2022 übergeben sein. Von den 330 Wohnungen sind jetzt schon 140 verkauft oder reserviert, erklärte Christoph Gröner, Investor und Chef der CG-Gruppe. Im Moment macht die Baustelle den Eindruck, als ob die Arbeiten ruhen würden. Tatsächlich wird im untersten Geschoss, dem sogenannten Abfanggeschoss gearbeitet. Hier werden unter anderen die Stahlträger mit zusätzlichen Stahlplatten verstärkt. Außerdem sind die Arbeiter dabei, das Tragwerk – also die Stahlträger und Verstrebungen – zu ertüchtigen, damit es der späteren Belastung standhalten kann. „Das geht nur, wenn der Turm leer und leicht ist“, sagt Gröner.

Weiter geht es mit dem Aufzug in die 13. Etage – ziemlich genau in der Mitte des Gebäudes. Hier wurden zwei Musterwohnungen eingerichtet. „Wenn man nur den Rohbau sieht, kann man sich schwer vorstellen, dass hier einmal Wohnungen sein werden“, erklärt Lars Kittelmann, verantwortlich für den Vertrieb der Wohnungen.

Der Aufzug rattert und ruckelt bei seiner Fahrt nach oben. Später werden die Bewohner des Kreisels, der jetzt in ÜBerlin umgetauft wurde, fast geräuschlos nach oben schweben. Die beiden Aufzüge, die von den einstigen zehn Fahrstühlen im Bürohochhaus übrig geblieben sind, dienen den Bauarbeiten als Bauaufzüge. Sie wurden extra zu diesem Zweck in die Fahrstuhlschächte eingebaut. Später wird es nur noch vier Fahrstühle im Wohnturm geben.

Der Bauaufzug ist in der 13. Etage angekommen. Hier pfeift der Wind durch die Etage, denn der ist nur noch ein Gerippe aus Stahlträgern. Bei einem Blick nach unten sieht man in den Innenhof. Hier sollen später einmal ein Spielplatz und begrünte Mietergärten entstehen. Auf jeder Etage wird es sechs bis zwölf Wohnungen unterschiedlicher Größe geben. Die zukünftigen Bewohner kommen in den Genuss eines Concierge-Service.

In den Musterwohnungen ist indes alles vorhanden: Fenster, Wände, die Zimmer, Bad und Küche sind komplett eingerichtet. Die bodentiefen Fenster geben eine spektakulären Blick über die Stadt oder je nach Lage der Wohnung über den Grunewald frei. Dieser einzigartige Blick dürfte mit Schuld am großen Interesse für die Wohnungen sein wie auch die Aussicht, in einem für Berlin einzigartigen 120 Meter hohem Wohnhaus zu wohnen. „Die meisten Interessenten kommen aus Deutschland. Viele davon aus Berlin und dem Umland, 20 Prozent aus dem Ausland“, erklärt Kittelmann. Da die meisten Käufer ihre Wohnung für sich erwerben, wird der Kreisel auch kein klassischer Investmentbau sein, der nachts dunkel bleibt, weil niemand drin wohnt.

Die beiden oberen Etagen sind übrigens komplett zurückgebaut worden. Hier befanden sich früher die Technikräume, die später nicht mehr gebraucht werden. Sie werden wieder auf- und als Penthäuser ausgebaut. Das Parkhaus kommt weg, nur die Parkmöglichkeiten im Untergeschoss bleiben.

Wer im Kreisel, oder ÜBerlin leben möchte, braucht viel Geld. Die günstigsten Quadratmeterpreise liegen bei 4800 Euro. Je höher es geht, desto teurer wird es. Im mittleren Segment kostet der Quadratmeter zwischen 7800 und 8500 Euro. Für eine Fünf-Zimmer-Wohnung auf 173 Quadratmetern in den oberen Etagen müssen 2,2 Millionen Euro investiert werden. Für die beiden Penthäuser gibt es noch keine Preise.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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