Stiftung Zukunft Berlin formuliert Forderungen für das Museum der Moderne

Berlin: Museum der Moderne |

Tiergarten. Im vergangenen Herbst erhielt das Architekturbüro Herzog & de Meuron nach einem mehrstufigen Wettbewerb den Zuschlag für den Bau des neuen Museums der Moderne am Kulturforum. Nun wird am Entwurf der Basler Kritik laut.

Gemeinsam mit der Sektion Baukunst der Akademie der Künste und der Hermann Henselmann Stiftung hat die Stiftung Zukunft Berlin, ein unabhängiges Forum für bürgerschaftliche Mitverantwortung, ein Forderungspapier verfasst. Die Adressaten der Kritik, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Hermann Parzinger, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie die Senatoren Katrin Lompscher, Klaus Lederer (beide Die Linke) und Regine Günther (parteilos) sollen „über ihren Schatten springen“ und „größtmögliche, über das Übliche hinausgehende Verbesserungen durchzusetzen“, heißt es in dem Papier.

Konkret gibt es vier Forderungen: Es soll ein lebendiges und kulturell aktives Forum geschaffen werden. Das künftige „M20“ soll mit entsprechenden Abständen Rücksicht auf die bestehenden Bauten am Kulturforum nehmen. Gleichzeitig soll die Potsdamer Straße in das Kulturforum integriert werden, indem sie verengt und gegebenenfalls verschwenkt und mit „großzügigen Fußgängerüberquerungen“ versehen wird. Auch soll eine Geschwindigkeitsbegrenzung gelten.

Die Kritiker fordern die Auslagerung von nichtöffentlichen Bereichen wie Verwaltung, Werkstätten oder Lagerräumen des neuen Museums in einen weiteren Neubau an der Sigismundstraße. Die so frei gewordenen Flächen sollen dem Besucherpublikum zugute kommen.

Monika Grütters verweist auf die Bauherrin, die Preußenstiftung. Diese hat angekündigt, mit der Stiftung Zukunft Berlin über das Forderungspapier reden zu wollen. An dem Termin wird auch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung teilnehmen. „Danach wird die Senatsbaudirektorin zu einem Termin mit dem Rat für Stadtentwicklung einladen“, teilte die stellvertretende Pressesprecherin der Senatsverwaltung, Petra Rohland, mit. Erst dann will die SPK in Abstimmung mit Senatorin Katrin Lompscher (Linke) zu den erhobenen Forderungen Stellung nehmen. KEN
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