Deutschlands schönster Schulgarten hat jetzt auch einen Lehmofen

Zur Einweihung des Lehmofens konnten die Schüler ihre eigenen Pizzen belegen und backen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Hagenbeck-Oberschule |

Weißensee. Im vergangenen Jahr wurde er als schönster Schulgarten Deutschlands ausgezeichnet, nun ist die Gartenfläche an der Hagenbeck-Oberschule um eine Attraktion reicher. Schüler und Lehrer weihten einen Lehmofen ein.

„Den haben Schüler der jetzigen achten Klassen in den vergangenen Monaten unter Anleitung von Mitarbeiterinnen des Vereins Baufachfrau gebaut“, so Alexandra Trauzettel. Die Sozialpädagogin kümmert sich seit einigen Jahren um den Schulgarten. Die Schüler erhielten vor dem Bau des im Freien stehenden Ofens zunächst eine Einführung über den Baustoff Lehm. Dann beschäftigten sie sich mit dem Aufbau von Öfen und deren Funktionsweise. Schließlich ging es an die praktische Umsetzung. Danach wurde unter Anleitung der Ofen gebaut.

Aber wozu braucht man einen Lehmofen im Schulgarten? „Den haben wir schon 2010 mit geplant, als wir uns erste Gedanken über die Schulgartengestaltung machten“, sagt Alexandra Trauzettel. „Wir bauen im Schulgarten unterschiedliche Getreidearten an wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafen und Dinkel. Unsere Idee ist, dass Schüler das Getreide mahlen, zu Teig verarbeiten und dann backen.“ Aber nicht nur Brot wird im Lehmofen gebacken. Weil im Garten auch Tomaten, Paprika und anderes Gemüse wächst, können auch Pizzen und anderes Gebäck hergestellt werden.

Dass der Lehmofen im Schulgarten gebaut werden konnte, ist mehreren Unterstützern zu verdanken. Dazu zählen die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten und das Unternehmen Capri-Sonne, die im vergangenen Jahr mit der Urkunde „Schönster Schulgarten Deutschlands“ zugleich 3000 Euro Preisgeld mitbrachten. Noch einmal so viel Geld stellte die Stiftung Pfefferwerk für das Projekt zur Verfügung. Und schließlich unterstützte der Förderverein der Schule das Vorhaben.

Die Schule an der Gustav-Adolf-Straße hat ein ganz besonderes Profil, nämlich „Biologische Vielfalt“. Sie beherbergt seit Jahren einen Schulzoo. Dessen Tiere werden von Schülern und Lehrern im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften versorgt. Vor sechs Jahren beschloss die Schule, auch den brach liegenden Außenbereich neu zu gestalten. Auf 400 Quadratmetern wurde ein Schulgarten in Form eines Bauerngartens angelegt. Weiterhin sind zwei Bauwagen aufgestellt worden. In ihnen wurde ein naturwissenschaftliches Labor eingerichtet. Eine ganze Schulklasse findet dort Platz, um praxisnahen Biologieunterricht zu erhalten.

Der Schulgarten ist fester Bestandteil des Ganztagsangebots der Schule. Schüler aller Klassenstufen sind kontinuierlich in die Bepflanzung und Weiterentwicklung des Geländes eingebunden. Die nächste Aktion ist schon geplant: die Anlage eines kleinen Weingartens. In diesen sollen voraussichtlich noch diesen Herbst 60 bis 80 Rebstöcke eingesetzt werden. BW
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