Auch im Sommer gibt es Inszenierungen: Piaf und Kafka auf der Brotfabrik-Bühne

Nils Foerster, der künstlerische Leiter der Brotfabrik-Bühne zieht mit seinem Team in diesem Sommer ohne Pause durch. Im Abendspielplan werden erfolgreiche Stücke und Premieren gezeigt. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Brotfabrik |

Weißensee. Theaterferien auf der Brotfabrikbühne? Das gibt es für Nils Foerster in diesem Jahr nicht.

„Wir machen keine wirkliche Pause“, sagt der künstlerische Leiter des kleinen Theaters. „Das Abendprogramm läuft mit bemerkenswerten Stücken weiter. Nur im Kindertheaterbereich pausieren wir die Sommerferien über.“

Ende Juli sind zunächst zwei Stücke zu sehen, die hier bereits Premiere hatten. Wegen ihres Erfolges und der Publikumsnachfrage sind sie nun noch einmal zu Gast. Da ist einerseits „Ich bin Edith Piaf“, ein Schauspiel nach dem gleichnamigen Stück von Nina Masur mit Liedern aus dem Repertoire der Sängerin.

„Das ist ein Stück, das vor anderthalb Jahren in Berlin entstand. Inzwischen wurde es auf vielen Festivals gezeigt und fand viel Beachtung“, sagt Nils Foerster. „Deshalb freue ich mich, dass es jetzt noch einmal auf unserer Bühne gezeigt wird.“

Zu ihren Lebzeiten wurde Edith Piaf, deren 100. Geburtstag im vergangenen Jahr gefeiert wurde, als „die Seele des französischen Volkes“ bezeichnet. Das Besondere am Stück „Ich bin Edith Piaf“ ist sicher, dass Schauspielerin Anastasia Weinmar die Titel der Piaf live singt, am Klavier begleitet von Natalia Smotritsaia. Regie führt Evgenia Boginskaja. Zu sehen ist die Inszenierung am 21. und 22. Juli, jeweils um 20 Uhr.

Nils Foerster holt holt zudem am 26. und 27. Juli um 20 Uhr noch einmal das Schauspiel „In der Strafkolonie“ nach Franz Kafka auf die Brotfabrik-Bühne. Dort feierte es im Mai seine Premiere. Auch in dieser Inszenierung steht ein Monolog im Mittelpunkt.

Eine Forschungsreisende findet sich in einer Strafkolonie wieder. Sie wird gebeten, der Exekution eines Soldaten beizuwohnen. Dieser wurde wegen Ungehorsams und Beleidigung eines Vorgesetzten verurteilt. In dem Stück geht es unter anderem um Fragen von Recht und Unrecht und um die Verantwortung, die der einzelne übernimmt. Auf der Bühne ist Stefanie Steffen zu erleben. Regie führt Jens Heuwinkel. „Dieses Stück zeigen wir noch einmal, weil es bei den Zuschauern mit viel Begeisterung aufgenommen wurde“, sagt Nils Foerster.

Im August sind auf der Brotfabrik-Bühne dann gleich drei Berliner-Premieren zu erleben. Den Anfang macht „Schmaarn from outta Space oder: Irgendwas mit Science Fiction“. Die Gruppe Schmarrnintelligenz zeigt mit multimedialer Unterstützung und einem Augenzwinkern Visionen von der Zukunft. Die Vorstellungen finden vom 6. bis 8. August jeweils um 20 Uhr statt.

Sonja Hellers Tanztheater-Experiment „Error 404 – Page not found“ schließt sich vom 10. bis 13. August an. Ende August ist dann die Inszenierung „Professor Eisenstahl & Coll.: Die Ergründung der Welt“ zu sehen. Weitere Informationen unter www.brotfabrik-berlin.de. BW
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