Senat ist federführend beim künftigen Umbau der Berliner Allee

Weißensee. Auf der Berliner Allee ist es nicht nur zu laut, es gibt auch keine Radverkehrsanlagen und viel zu wenige Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger. Das soll sich ändern.

Die Senatsverkehrsverwaltung hat sich die Investitionsmaßnahme „Neubau der Berliner Allee von der Pistoriusstraße/Albertinenstraße bis Rennbahnstraße“ Ende des vergangenen Jahres auf den Tisch gezogen. Eigentlich wollte das Bezirksamt dort für Veränderungen sorgen.

In den zurückliegenden Jahren gab es bereits mehrfach Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu einzelnen Veränderungen auf der Berliner Allee. Viele dieser Vorschläge wurden von Anwohnern an die Verordneten herangetragen. Nach einer Reihe von Beschlüssen teilte das Bezirksamt den Verordneten mit: „Für den Neubau der Berliner Allee hat das Bezirksamt einen Antrag auf Aufnahme in die Investitionsplanung bei der Senatsverwaltung für Finanzen für einen Baubeginn ab dem Jahre 2017 gestellt.“

Im Zuge der Investition soll zum Beispiel eine Radverkehrsanlage hergestellt werden. Des Weiteren sollen weitere barrierefreie und sichere Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger geschaffen werden. Für Busse und Straßenbahnen, so der Plan, sollte eine gemeinsame Spur in den Straßenquerschnitt eingeordnet werden. Schließlich ist vorgesehen, die Fahrbahn so zu erneuern, dass sich die Lärmemission verringert.

Wie sich diese Vorhaben umsetzen lassen, sollte geprüft werden, sobald es grünes Licht aus dem Senat für die Investition gibt, erklärte der damalige Pankower Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen). Klar war aber schon seinerzeit, dass der Senat auf der Berliner Allee das Sagen hat. Es ist nämlich eine übergeordnete Straße, für die die Verkehrsverwaltung zuständig ist.

Nachdem Kirchner im Dezember Verkehrsstaatssekretär wurde, ist dieser Abschnitt der Berliner Allee in die Investitionsplanung seiner Senatsverwaltung übernommen worden. Diese ist nun planende und bauende Behörde. Man kann gespannt sein, wie und wann die Berliner Allee zwischen Albertinenstraße bis Rennbahnstraße umgestaltet wird – und vor allem, wie die Anwohner bei den anstehenden Planungen mit ins Boot genommen werden. BW
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