Großes Hoffest zum 100. Geburtstag der Schule am Berg

Schulleiterin Antje-Katrin Kirschner am Eingang, über ihr der Schriftzug "Gemeindeschule erbaut 1914".
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Altglienicke. 100 Jahre sind eine lange Zeit. Seit ihrer Einweihung 1914 trug die heutige Grundschule am Berg mehrere Namen.

Der älteste findet sich noch über dem Schuleingang an der Köpenicker Straße 31, "Gemeindeschule" steht schlicht über der Tür. In den folgenden 100 Jahren mit mehreren politischen Umbrüchen gab es dann die 14. Mittelschule Altglienicke, die 14. Polytechnische Oberschule Rudolf Ehrlich und seit dem Ende der DDR die Grundschule am Berg.

"Wir wollen das 100. Jubiläum zünftig feiern und laden dazu auch alle früheren Schüler ein", sagt Schulleiterin Antje-Katrin Kirschner.

Einer der Eingeladenen ist Rolf-Peter Holzapfel (71). Er hat die Schule von 1948 bis 1958 besucht und erinnert sich noch gern an seine Zeit in Altglienicke. "Damals war es Konsens, dass es nie wieder Krieg geben dürfe, unsere Lehrer waren humanistisch eingestellt", erzählt der Rentner, der seit 40 Jahren in Bernau lebt, am Telefon. Zur Jubiläumsfeier will er eine Rede halten, in der alle 100 Jahre gewürdigt werden. Vor zehn Jahren war Holzapfel bereits einmal zum Klassentreffen in Altglienicke. "Ich habe jetzt Schüler aus drei Klassen zum Jubiläum zusammengetrommelt, ein Mitschüler kommt sogar aus den USA zu unserem Treffen", erzählt Holzapfel.

Heute besuchen 370 Kinder der ersten bis sechsten Klasse die Bildungseinrichtung, betreut von 22 Lehrern und zehn Erziehern. Und weil ein Schulgebäude nach 100 Jahren auch mal überholt werden muss, werkeln derzeit die Handwerker und erneuern Fußboden und elektrische Anlagen. "Es gibt bereits Pläne für einen Anbau mit zwölf weiteren Klassenzimmern", berichtet Antje-Katrin Kirschner.

In Vorbereitung des Jubiläums hat sie mehrere Schüler aus ganz frühen Tagen gefunden, sogar ein über 90 Jahre alter Senior wird dabei sein. Am 21. Mai gibt es eine Festveranstaltung für geladene Gäste.

Zum Hoffest am 23. Mai sind auch frühere Schüler, ehemalige Lehrer und Nachbarn in der Köpenicker Straße 31 willkommen. Dann gibt es von 15 bis 18 Uhr ein von Schülern moderiertes Bühnenprogramm, musikalische und tänzerische Einlagen sowie eine Ausstellung alter Dokumente. Dann sind auch die alten Zeugnisse von Rolf-Peter Holzapfel zu sehen, der vor über einem halben Jahrhundert in Altglienicke gern die Schulbank gedrückt hat.

"Ich wünsche meiner alten Schule auf jeden Fall alles Gute für die nächsten 100 Jahre", sagt der Senior.

Ralf Drescher / RD
Schulleiterin Antje-Katrin Kirschner am Eingang, über ihr der Schriftzug "Gemeindeschule erbaut 1914".
Rolf-Peter Holzapfel drückte ab 1948 die Schulbank in Altglienicke. Heute lebt er in Bernau.
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Ralf Drescher aus Lichtenberg

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