Ein neues Haus für „Waslala“
Projekt am Rand des Kosmosviertels mit 950 000 Euro gefördert

Platzleiterin Annette Hübner in der neuen Kinderküche.
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  • Platzleiterin Annette Hübner in der neuen Kinderküche.
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Was kann man mit rund einer Million Euro machen? An der Venusstraße können Sie es sehen. Zum Beispiel ein neues Hauptgebäude für den Abenteuerspielplatz „Waslala“ errichten.

Stolz führt Platzleiterin Annette Hübner durch den Neubau. Im Holzgebäude finden zwei große Gruppenräume, eine Kinderküche, Wirtschaftsräume und ein Büro Platz. Außerdem noch die sogenannte Reiterschleuse für Kinder, die die vier Ponys der Einrichtung betreuen und auch reiten.

Die Bauvorbereitung wurde mit 50 000 Euro im Rahmen des Projektfonds Soziale Stadt finanziert. Das Geld für das eigentliche Vorhaben, rund 950 000 Euro, kam im Rahmen der Städtebauförderung vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.„Wir mussten mehrere Monate pokern, da sich unser Abenteuerspielplatz außerhalb des Fördergebiets Kosmosviertel befindet. Die Tatsache, dass 80 Prozent der Kinder von dort kommen, hat die Geldgeber aber letztendlich überzeugt“, freut sich Annette Hübner.

Den Abenteuerspielplatz zu dem unter anderem ein kleiner Bauernhof mit Ponys, Ziegen, Schafen und Kaninchen sowie seit Kurzem auch Bienen gehört, besuchen pro Tag 20 bis 30 Kinder, in den Ferien und zu Sonderveranstaltungen bis zu 200 Kinder.

Angefangen hat alles 1993 mit einem alten Bauwagen auf einer Brachfläche ganz in der Nähe. Mit dem Abenteuerspielplatz sollten Defizite ausgeglichen werden, die das Ende der DDR im nahen Kosmosviertel hinterlassen hatte. Dort waren zwar fast alle geplanten Wohnungen noch fertig geworden, aber Infrastruktur wie Spielplätze Mangelware. Heute nutzt „Waslala“ rund sechs Hektar Fläche, Nachbar ist der ebenfalls seit vielen Jahren im Bezirk verwurzelte Kinderzirkus Cabuwazi. Etwas Platz ist im neuen Haus übrigens noch. Dort plant Annette Hübner einen Kletterparcours zum Bouldern – Klettern ohne Sicherung in Absprunghöhe. „Wir brauchen dafür aber noch 3000 bis 5000 Euro für die nötigen Griffe und Schutzmatten“, erklärt sie.

Der Name Waslala stammt übrigens aus aus dem gleichnamige Kinderbuch von Giaconda Belli. Dort suchen Kinder einen Wunschort fernab von Hass, Krieg und Gewalt eben jenes Waslala, aud dem sie ihre Hütten bauen, Gärten anlegen und gemeinsam leben.

Der Abenteuerspielplatz an der Venusstraße 88 ist für Kinder von sechs bis 14 Jahren Montag bis Freitag von 14 bis 19 Uhr, in den Schulferien bereits ab 12 Uhr geöffnet. Alle Angebote sind kostenfrei.

Infos: www.aspwaslala.de/home

Beim Besuch des Reporters wurde gerade Schafbock "Paule" von seiner Wolle befreit. Hier ein kurzes Video:


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