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  • 13. Februar 2017, 11:51 Uhr
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Katholische Kirchengemeinde will mit Carsharing zum Umdenken anregen

21. Februar 2017 um 11:30
Kirche Zu den Zwölf Aposteln, 14129, Berlin
Pfarrer Karl-Heinz Hoefs, Pfarrassistent Peter Fütterer  und Peter Voswinckel vom Pfarrgemeinderat (v. l.) vor dem neu aufgestellten Car-Sharing-Schild.
Pfarrer Karl-Heinz Hoefs, Pfarrassistent Peter Fütterer und Peter Voswinckel vom Pfarrgemeinderat (v. l.) vor dem neu aufgestellten Car-Sharing-Schild. (Foto: Katholische Kirchengemeinde Schlachtensee)

Nikolassee. Eine ungewöhnliche Initiative hat die katholische Gemeinde Zu den heiligen Zwölf Aposteln gestartet: In Nikolassee gibt es jetzt ein Car-Sharing-Projekt.

Auf dem kircheneigenen Parkplatz in der Wasgenstraße bietet die Gemeinde dem Car-Sharing-Unternehmen Greenwheels einen mietfreien Stellplatz für ein Fahrzeug. Es wird ein VW Up sein. Die Pilotphase soll ein Jahr dauern.

„Der Kirchenvorstand möchte den Appell von Papst Franziskus unterstützen, angesichts der Umweltzerstörung die eigene Mobilitätspraxis zu ändern“, erklärt Peter Voswinckel vom Pfarrgemeinderat. Car-Sharing sei gerade im Südwesten wichtig, denn dort gebe es die höchste Dichte an zugelassenen Pkw in Berlin, aber kaum Möglichkeiten, sich ein Auto zu teilen.

In Nikolassee ist das Projekt das erste seiner Art. Der Parkplatz liege sehr zentral im Wohngebiet, sagt Voswinckel, und die Haltestelle „Schopenhauerstraße“ der Buslinie 112 sei nur wenige Gehminuten entfernt.

Jetzt bleibe abzuwarten, wie sich die Nachfrage entwickle. „Nach bisherigen Erfahrungen nutzen Menschen, die sich Autos teilen, wieder mehr den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad.“ Kunden für das Car-Sharing-Auto hat Voswinckel schon ausgemacht. „Es geht weniger um Berufspendler als um die vielen Ehefrauen, die ein Auto gerne zum Einkaufen oder zum Ausflug mit den Kindern nutzen würden.“

Die Rechnung kann aufgehen. Am Rathaus Zehlendorf steht seit zwei Jahren ein Greenwheels-Auto, vor Kurzem kam ein zweites hinzu. Der Bedarf ist gestiegen.

Am Dienstag, 21. Februar, beginnt um 12 Uhr auf dem Parkplatz in der Wasgenstraße 49 eine Eröffnungszeremonie mit spiritueller Einstimmung. „Unsere Idee hat ökumenisches Potenzial, die beiden evangelischen Nachbargemeinden unterstützen das Projekt“, berichtet Voswinckel.

Mit Car-Sharing allein soll es aber nicht getan sein bei den heiligen Zwölf Aposteln. Ein Arbeitskreis „Bewahrung der Schöpfung“, der sich mit Umwelt- und Energiethemen beschäftigen will, ist in Gründung. Wer Interesse und Ideen hat, ist willkommen. Infos gibt es unter  805 86 29 70 und per E-Mail an pfarrbuero@hl-12-apostel.de, zum Car-Sharing unter www.greenwheels.de. uma

Autor: Ulrike Martin
aus Zehlendorf
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