Ausstellungszentrum „Pyramide“ in Berlin-Hellersdorf
ZEITEN | Michael Klein, Skulptur und Gisela K Neumann, Malerei

Gisela K. Neumann und Michael Klein bei der Eröffnung in der "Pyramide"-Galerie, Berlin-Hellersdorf. Foto: Anne Schäfer-Junker
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ZEITEN. Ausstellung
31.7.2018 – 31.8.2018 im Ausstellungszentrum „Pyramide“ in Berlin-Hellersdorf, Riesaer Straße 94, 12627 Berlin.

Fährt man durch Französisch Buchholz so weist die NIKE von Michael Klein vor dem Hugenottenhof an der Hauptstraße auf Geschichte und Zukunft hin – deutet symbolisch auf Wege des Friedens und regt Gedanken an. Kunst spannt Bogen und zieht sichtbare oder unsichtbare Fäden durch die Zeit. So durchdringt sie Unterirdisches, umrahmt Gipfel oder zeigt Wege durch Labyrinthe. Figürliche Kunst und reiches Kolorit in der Malerei sind oft explosionsartig zu Zwillingsgeschwistern „zusammengeraten“. So kommt man auch in Hellersdorf durch grüne Häuserlandschaften zu einem Kunstzentrum, der „Pyramide“, ohne deren Nähe und Strahlkraft auch nur zu ahnen. Hellersdorf und die „Pyramide“ sind – so wie Französisch Buchholz - janz weit draußen, vom Alexanderplatz aus gesehen.

Jedoch zwei schaffensreiche Künstler zeigen hier wichtige Werke aus ihrem Lebenswerk: Gisela K. Neumann, Grafikerin und Malerin, 1942 in Potsdam geboren, Diplom-Grafikerin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Sie wurde durch ihre phantasievollen Zeichnungen, besonders bei der Illustration von Kinderbüchern schnell bekannt.
Michael Klein, 1943 in Berlin-Charlottenburg geboren, Holzbildhauer mit Diplom der Kunsthochschule Weißensee, Fachrichtung Plastik. Er arbeitete auch als Restaurator und lebt freischaffend in Prenzlauer Berg und heute in Neuenhagen bei Berlin.

Vielfältiges Schaffen zeichnet die KünstlerInnen aus, die an der Kunsthochschule Weißensee ihre Impulse, ihre handwerklich solide Ausbildung erhielten, und ihr großes oder kleines künstlerisches Labyrinth zwischen Farben, Körpern und Strukturen fanden oder gestalteten. Gründliche handwerkliche Ausbildung gehörten in Grafik und Bildhauerei zu den Grundbestandteilen, das Entwirren der Fäden des Lebens in der Kunst geschah meist später in verrückten und gefährlichen Zeiten. So versteht sich der Titel dieser farbenfrohen, zwischen Malerei und Skulptur spannenden Ausstellung als philosophisches Zeichen: ZEITEN. Zeiten können sich ändern, Kunst kann das reflektieren und darstellen. In der sehr sprachstarken Laudatio von Dr. Fritz Jacobi, Kunsthistoriker, gehalten zur Ausstellungseröffnung, kommt dies wortreich zum Ausdruck.

Diese sehr stimmig gestaltete Ausstellung der plastischen Werke von Michael Klein und der Malerin Gisela K. Neumann hat mehrere Höhepunkte und bringt ein Freundschafts-Prinzip unter Künstlern zum Ausdruck: 2 Gast-Künstlerinnen zeigen sehr anrührende Werke: Brigitte Thierfelder, Winterlandschaft 2016 und Astrid Mosch mit einer Sphinx von 1987. Lange Freundschaften unter Künstlern werden von vielen Galerien in Ausstellungen gewürdigt. So auch hier in Hellersdorf, das mit der Galerie „Pyramide“ auch einen kleinen Rückblick auf das Raumverständnis der 70er Jahre gibt. Tel. 030-902 93 41 32. Mo-Fr 10-18 Uhr und nach Vereinbarung. U 5 Hellersdorf, Tram 18 und M 6 Jenaer Straße.

Anne Schäfer-Junker (anne.junker@gmx.de)

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