Undercover-Ermittler beim Adel
Autorin Kristina Herzog stellt dritten Kriminalroman vor

Großstadt und Idylle: Autorin Kristina Herzog schätzt das Leben in Heiligensee.
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Die Heiligenseer Autorin Kristiana Herzog hat mit „In tödlicher Gesellschaft“ gerade den dritten Krimi des Ermittler-Duos Kathleen Neubauer und Alex Rosenberg vorgestellt.

Als Treffpunkt hat Kristina Herzog den S-Bahnhof Schulzendorf vorgeschlagen. Der steht beispielhaft dafür, warum sich die Schriftstellerin in Heiligensee wohlfühlt. Hier ist es grün und dörflich, und trotzdem ist man schnell in der Großstadt. Die Mischung von Kiez und Metropole hat die Volljuristin, die sich nach dem Referendariat fürs literarische Schreiben entschieden hat, schon immer fasziniert. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in Spandau. Berlin hat sie nur für das Studium in Heidelberg verlassen.

Dass der Weg von der Lektüre gewundener Gesetzestexte Kristina Herzog zum Schreiben von Krimis bringen würde, deutete sich schon während des Studiums an. Sie belegte den Bereich Rechtsmedizin. Bei einer realen Obduktion machte sie die Erfahrung, dass sie und ihre Kommilitoninnen interessiert zuschauten, während die Kommilitonen reihenweise in Ohnmacht fielen. Spurlos ging die Erfahrung allerdings auch an ihr nicht vorbei: „Ich kann seitdem kein Fleisch mehr zubereiten“, sagt die Autorin, die gleichwohl nicht zur Vegetarierin wurde.

Richtig blutrünstig sind ihre Krimis allerdings auch nicht. „In tödlicher Gesellschaft“ führt das Berliner Ermittlerduo Neubauer und Rosenberg in Adelskreise. Ein Schlossherr ist verschwunden, und ein prollig auftretender Kommissar hat dafür gesorgt, dass alle blaublütigen Familien rund um den Vermissten gewissermaßen eine Schlossmauer des Schweigens errichten. Also müssen Kathleen Neubauer und Alex Rosenberg ein adliges Geschwisterpaar geben, um die Geheimnisse hinter dem vornehmen Äußeren aufzudecken.

Eine Schwäche für die Regenbogenpresse

Beim Schreiben dieses Krimis kam der Autorin entgegen, dass sie eine Schwäche für die Regenbogenpresse hat. Doch sie hat nicht nur beim Friseur in den bunten Zeitschriften recherchiert. Die Adelswelt ist nicht nur so schön, wie sie auf Hochglanzpapier erscheint. „Da gibt es auch Zwangsehen“, sagt die Autorin. Schließlich gilt bis heute das Prinzip, dass Eigentum an Grundstücken auch über Eheschließungen gesichert werden kann.

Die Mutter zweier pubertierender Kinder hat übrigens gerade bewiesen, dass sie nicht nur Krimis schreiben kann. Sie hat gerade eine 500 Seiten umfassende Familiensaga abgeschlossen.

„In tödlicher Gesellschaft“ ist erschienen im Piper Verlag München, hat 223 Seiten und kosten 12,99 Euro (ISBN 978-3-492-50146-0).

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