Bauschutt im Tegeler Forst entsorgt
Illegale Müllablagerung wird zunehmend zum Problem

Eine unerwünschte Unterstützung für einen Antrag hat der CDU-Verordnete Felix Schönebeck erhalten.

Schönebeck fordert, dass die Berliner Forsten mehr Personal erhalten, um illegale Müllablagerungen in den Waldgebieten zu unterbinden. Im Wald sind die Forsten als Ordnungsbehörde für den Forstschutz zuständig. Sollten die Reinickendorfer Bezirksverordneten den CDU-Antrag, der sich zurzeit in der Ausschussberatung befindet, annehmen, müsste das Bezirksamt den Senat bitten, das Personal der Forstverwaltung aufzustocken. 

Wie akut das Problem ist, zeigte sich in der Nacht vom 3. zum 4. April. Da wurde entlang der Heiligenseestraße illegal Bauschutt und Sondermüll entsorgt. Hinsichtlich des Umfangs erreicht dieser Fall nach Schönebecks Einschätzung eine neue Dimension: "Ich bin fassungslos. Als Bezirksverordneter beschäftige ich mich oft mit illegal entsorgtem Müll und Bauschutt, aber so etwas habe ich im Bezirk noch nie gesehen."

Zahlreiche blaue Säcke, Farbeimer, Rigipsplatten sowie Dachpappe und Dämmwolle wurden offensichtlich aus einem Fahrzeug heraus auf einer Strecke von knapp einem Kilometer Länge in den Tegeler Forst geworfen. Dieser Bereich ist Wasserschutzgebiet. Die unbekannten Täter zeigten damit, wie wichtig es ist, nachts zumindest gelegentlich die durch Wälder führenden Straßen auf kriminelle Müllentsorger zu überprüfen. Für diese ist die Verlockung groß, Müll im Schutz der Dunkelheit bei spärlichem Verkehr unentdeckt loszuwerden.

Schönebeck hat den Vorfall sofort an das Ordnungsamt und an das Forstamt Tegel gemeldet. Zwar werden in der Regel die Hinterlassenschaften schnell entsorgt, aber oftmals bleiben die folgenden Ermittlungen ohne Erfolg. Schönebeck ist sich sicher, dass eine angemessene personelle Ausstattung des Forstamts Tegel helfen könnte, diesem stärker werdenden Problem zu begegnen: "Die illegale Entsorgung von Müll und Schutt stellt eine Gefahr für die Natur und ein Ärgernis für uns Bürger dar. Die Berliner Forsten sind gesetzlich als Ordnungsbehörde für den Forstschutz zuständig. Dann muss der Senat die Forstämter aber auch in die Lage versetzen, diese Aufgaben wahrnehmen zu können. Davon sind wir aktuell meilenweit entfernt".

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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