Berliner-Woche-Leser fordern Öffnung des Krantorweges
Wie kann der Dauerstau am Recyclinghof aufgelöst werden?

Eine typische Sonnabendszene vor dem Recyclinghof an der Ruppiner Chaussee: Stau vor der Einfahrt und ein Auto versperrt auch noch die Gegenfahrbahn.
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  • Eine typische Sonnabendszene vor dem Recyclinghof an der Ruppiner Chaussee: Stau vor der Einfahrt und ein Auto versperrt auch noch die Gegenfahrbahn.
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Das Verkehrschaos am BSR-Betriebshof an der Ruppiner Chaussee ist lange bekannt. Auch an diesem Sonnabend gegen Mittag stehen entlang der Straße Am Dachsbau die Autos Stoßstange an Stoßstange.

Die Mehrzahl der Autofahrer will auf den Recyclinghof abbiegen. Wer geradeaus in Richtung Kreuzung Ruppiner Chaussee weiter möchte, kommt aber an den wartenden Autos kaum vorbei. Und der Gegenverkehr muss auch immer mal wieder stoppen, weil abbiegende Autofahrer nicht gleich auf den Betriebshof fahren können und die Gegenfahrbahn blockieren. Der Frust ist hoch und entlädt sich schon mal in Form eines Wutausbruchs. So steigt an diesem Sonnabend eine Frau aus ihrem Auto und beschimpft einen der Blockade-Verursacher.

Diese Zustände vor dem Recyclinghof zu ändern, hat sich zuletzt der CDU-Abgeordnete Stephan Schmidt auf die Fahnen geschrieben. Er schlägt vor, das Problem durch die Vergabe von Zeitfenster für die Kunden zu lösen. Dadurch würde der Ansturm zumindest entzerrt.

Die BSR hält diese Idee aus verschiedenen Gründen für nicht durchführbar. Zum Beispiel mit dem Hinweis, dass die Kunden unterschiedlich lange mit dem Entladen ihrer Altlasten brauchen. Außerdem wäre es kosten- und arbeitsintensiv, solche Zeitfenster einzurichten.

Nachdem die Berliner Woche über den Vorschlag und die Reaktion der BSR berichtetet, meldeten sich mehrere Leser und machten einen weiteren Lösungsvorschlag: Allein schon die Öffnung des Krantorweges würde die Situation entspannen.

Der Krantorweg verläuft zwischen Hennigsdorfer Straße und Am Dachsbau ungefähr parallel zur Ruppiner Chaussee durch ein Wohngebiet. Er kann derzeit nicht durchgehend passiert werden. An der Kreuzung Silberhammerweg endet die Fahrt aus beiden Richtungen.

Das Durchfahrtsverbot wurde eingerichtet, damit der Krantorweg nicht zur Ausweichstrecke für die Hennigsdorfer Straße wird. Denn dort wird noch bis mindestens Herbst gebaut. Sie ist deshalb auf einem Großteil der Strecke nur Einbahnstraße.

Aber nicht im gesamten Verlauf. Im Bereich des Krantorwegs ist die Hennigsdorfer Straße wieder beidseitig befahrbar und zwar zwischen Ruppiner Chaussee und Weidegraben. Dies ändere aber nichts an der bisherigen Vorgabe für die motorisierten Verkehrsteilnehmer, heißt es aus dem Büro von Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU). "Der Krantorweg bleibt geschlossen", heißt es auf Anfrage der Berliner Woche kurz und knapp.

Ob eine andere Entscheidung die Situation am Recyclinghof entschärfen würde, weiß natürlich niemand. Möglicherweise bringt ein Öffnen des Krantorwegs andere Schwierigkeiten und das Chaos bei der Einfahrt würde wohl bestehen bleiben. Doch wenn von vornherein nichts versucht wird, wird sich genausowenig am derzeitigen Verkehrschaos etwas ändern.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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