Das Ende der Gruben
Südliches Karower Siedlungsgebiet soll Anschluss an die Kanalisation bekommen

Die Hartnäckigkeit des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) und ein langer Kampf haben sich für die Eigenheimbesitzer in Karow-Süd gelohnt: Das Siedlungsgebiet wird endlich an die öffentliche Kanalisation angeschlossen.

Das gehe aus einer aktuellen Antwort des Senats auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Dirk Stettner hervor, informiert der VDGN. Seit 2012 machte der Verband Druck auf Senat und Wasserbetriebe. Die Eigenheimbesitzer hatten sich Hilfe suchend an den an den VDGN gewandt. Sie müssen bisher ihr Abwasser in Gruben sammeln. Diese werden regelmäßig durch beauftragte Unternehmen entleert.

Nicht nur, dass diese Entsorgung um ein Vielfaches teurer ist als die städtische Abwasserentsorgung über ein entsprechendes Leitungssystem. Auch aus Sicht des Umweltschutzes ist die Abholung des Abwassers mit großen Lastkraftwagen nicht mehr zeitgemäß in einer Großstadt wie Berlin. Um die Dringlichkeit der Erschließung des Gebietes zu unterstreichen, wandte sich der VDGN mit Schreiben sowohl an den damaligen Senator für Finanzen, Ulrich Nußbaum (für die SPD), als auch an die Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer (CDU) sowie an die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Gleichzeitig wurde über den gesamten Zeitraum gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben nach einer Lösung gesucht.

Endlich grünes Licht für Baumaßnahmen

Nun gibt es für den Anschluss an die Kanalisation endlich grünes Licht. Die Baumaßnahmen in Karow-Süd sollen im nächsten Jahr beginnen. Wie der Senat mitteilt, sollen im Bezirk Pankow zudem die Gebiete Karow-Ost (ab 2019), Buchholz Nord I (ab 2019) und Schönholz (ab 2020) an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen werden. Bereits in diesem Jahr wird außerdem mit dem Gebiet Biesenhorst in Marzahn begonnen.

Für insgesamt 16 000 Haushalte sollen sich damit die Entsorgungsbedingungen verbessern. In diese Arbeiten würden die Berliner Wasserbetriebe etwa 60 Millionen Euro investieren, informiert Jörg Simon, der Vorstandsvorsitzende der Wasserbetriebe. Bis zum Jahre 2030 sollen in den fünf Gebieten knapp 33 Kilometer Abwasserkanäle, etwa vier Kilometer Druckwasserleitungen und ein Pumpwerk gebaut werden.

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