Stillstand am S-Bahnhof Karow
Seit Jahren wird über neue Fahrradständer diskutiert, passiert ist bisher nur wenig

Wann wird es am S-Bahnhof Karow endlich mehr Fahrradständer geben?

Viele Karower fahren mit dem Fahrrad zum S-Bahnhof. Die bestehenden Fahrradständer sind aber in der Regel schon besetzt. Deshalb stehen die Räder kreuz und quer rund um den Bahnhof, meist entlang des Zaunes an der Buswendeschleife. Deshalb diskutieren die Bezirkspolitiker schon seit Jahren darüber, am Bahnhof Karow weitere Abstellplätze zu installieren. 2013 habe es einen ersten Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gegeben, erinnert sich CDU-Fraktionschef Johannes Kraft. Der Vorschlag seinerzeit: Neue Stellplätze sollten in der Boenkestraße installiert werden. Die Idee musste verworfen werden, weil die Berliner Wasserbetriebe sich dagegen aussprachen.

Deshalb entschied das Bezirksamt, auf dem Parkplatz innerhalb der Buswendeschleife am Hubertusdamm neue Stellplätze zu bauen. An dieser Stelle, so der Plan, sollten nur noch die bisherigen Sonderparkplätze für Behinderte erhalten bleiben. Die anderen Parkplätze würden mit verkehrsbehördlicher Anordnung aufgehoben, teilte das Bezirksamt im Juli 2014 den Verordneten mit. Seitdem tat sich aber nichts mehr. Zur Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs fasste die BVV dann im April 2017 erneut einen Beschluss zu diesem Thema. Denn die unbefriedigende Situation hatte sich nicht geändert. Dabei blieb es dann aber auch – bis heute. Nicht mal einen Zwischenbericht zum Sachstand kam aus dem Bezirksamt, sagt Kraft verärgert. Deshalb richtete er jetzt eine entsprechende Anfrage an Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen).

Kuhn erklärt, dass es für dieses Vorhaben von der Verkehrslenkung Berlin 2016 grünes Licht gab. Danach konnten die Fahrradständer nicht aufgebaut werden, weil die Fläche für die Busse des Schienenersatzverkehrs benötigt wurde und auch weiterhin benötigt wird. Und solange der Ersatzverkehr wegen der Bauarbeiten am Karower Kreuz gebraucht werde, könne das Vorhaben auch nicht umgesetzt werden, so Kuhn.

Der Stadtrat räumt aber ein, dass versäumt wurde, die Verordneten über den Sachstand zu informieren. Und er erklärt: „Wenn kein Schienenersatzverkehr mehr stattfindet, steht die Fläche für neue Fahrradständer zur Verfügung.“ Dann soll der Platz aber auch gleich effektiv ausgenutzt werden. Möglich wäre, so genannte Doppelstock-Parker aufzubauen.

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