Die Eröffnung fest vor Augen
Die neuen Strandbad Tegel-Betreiber wollen im Mai in die Saison starten

Die Zeit stand im Strandbad Tegel vier Jahre still. Im Mai soll es wieder eröffnen.
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Das Strandbad Tegel soll Anfang Mai öffnen. Zumindest in Form einer Teilöffnung. Dies teilte der Betreiber des Strandbads Tegel am 16. Februar in der digitalen Sitzung des Sportausschusses mit. Er war durch Marina Naprushkina und Udo Bockemühl von der Neuen Nachbarschaft Moabit vertreten.

Die Neue Nachbarschaft Moabit und die Familie von Klaus Kögler sind der Träger der "Strandbad Tegelsee gGmbH". Die gemeinnützige Gesellschaft hat im August vergangenen Jahres das einstige öffentliche Naturfreibad per Erbbaupacht für 40 Jahre von den Berliner Bäder Betrieben erworben. Die Bäderbetriebe hatten das Strandbad 2016 stillgelegt. Die gemeinnützige Strandbad-Gesellschaft plant auf dem Areal ein "Zentrum für Erholung und Kultur".

Insgesamt gehe die Sanierung voran, teilten die beiden Vertreter des Trägers auf der Ausschusssitzung mit. Eine "Havarie" habe die Arbeiten aber um ungefähr zwei Monate zurückgeworfen. Gemeint war ein wohl auf Kabeldiebstahl abgesehener Einbruch auf dem Gelände im vergangenen Herbst. Er sorgte außerdem für einen Ausfall der Beleuchtung. Die Abwasserleitungsfrage scheint auch noch nicht endgültig geklärt. Wo solche Trassen im Naturschutzgebiet statthaft sind, war schon in der Vergangenheit ein langwieriges Thema.

Noch keine TÜV-Abnahme

Für die Wasserflächen und das bauliche Interieur im See brauche es noch einen Pachtvertrag mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Außerdem müssten die Anlagen durch den TÜV geprüft werden. Nicht auszuschließen, dass nach Jahren der Brache die Sicherheit vielleicht gelitten hat.

Mit der Eröffnung des Strandbades sollen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre freien Eintritt bekommen. Auch weitere Angebote sollen kostenlos, niederschwellig, ökologisch und sozial sein. Was auch die Beteiligung von Bürgern, Vereinen oder Gruppen beinhaltet. Auch Kooperationen am Strand des Tegeler Sees sollen eingefädelt werden. Drei Universitäten, beziehungsweise Hochschulen hätten in dieser Richtung bereits Interesse bekundet, erklärte Marina Naprushkina.

Einige Fragen der Mitglieder des Sportausschusses etwa zum Auswahlverfahren oder dem Vertragsinhalt konnten die beiden Vertreter des Träger nicht beantworten und verwiesen an das Berliner Immobilienmanagement (BIM). Auch die finanzielle Tragfähigkeit des gesamten Konstrukts war kurz Thema. Wie rechne sich der Betrieb mit rund 40 Beschäftigten bei gleichzeitig kostenlosen Angeboten? Kinder und Jugendliche, die vom freien Eintritt profitieren, erläuterte Udo Bockemühl, würden selbst bei Bezahlung nur einen kleinen Teil zum Umsatz beisteuern. Außerdem sei die Gesellschaft gemeinnützig und damit nicht an Gewinnmaximierung orientiert.

Grünen-Antrag ohne Mehrheit

Einnahmen müssen aber natürlich trotzdem erzielt werden, forderten die Grünen. Dies könne auch mithilfe des Bezirks geschehen. Er könne Projekte im Jugend-, Kultur- oder Sozialbereich fördern oder bei Veranstaltungen, die im Strandbad stattfinden, Unterstützung leisten.

Der Antrag fand indes keine Mehrheit. Mehrere Fraktionen enthielten sich etwa mit dem Hinweis, der Vorstoß falle nicht in die Zuständigkeit des Sportausschusses und dass der Betreiber sich bereits selbst um Projektpartner bemühe. Was spätere Hilfe vonseiten des Bezirks allerdings nicht ausschließe.

Marina Naprushkina wünscht sich derzeit vor allem einen Busanschluss zum Strandbad Tegel. Und gerne auch eine Anbindung über das Wasser.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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