So wird das nichts: TuS Makkabi gewinnt mit Mühe – Relegation steht an

Der TuS Makkabi – hier Kapitän Rodney Wilson (blau) beim 2:1-Erfolg in Lübars – muss sich steigern, um die Relegation zu überstehen.
  • Der TuS Makkabi – hier Kapitän Rodney Wilson (blau) beim 2:1-Erfolg in Lübars – muss sich steigern, um die Relegation zu überstehen.
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Westend. Der TuS Makkabi hat das letzte Punktspiel der Saison in der Fußball-Landesliga Staffel 1 mit 2:1 (1:0) beim 1. FC Lübars gewonnen und dennoch die Meisterschaft verpasst.

Da Spitzenreiter DJK Schwarz-Weiß Neukölln mit 6:0 beim Wittenauer SC Concordia triumphierte, muss der TuS nun in zwei Relegationsspielen gegen den Tabellenzweiten der Landesliga Staffel 2, Sparta Lichtenberg, antreten, um den dritten Aufsteiger in die Berlin-Liga zu ermitteln.

Allerdings tat sich der TuS am 12. Juni an der Schluchseestraße in Lübars äußerst schwer: Zwar ging der Gast aus dem Westend durch Toptorjäger Higinio Martin May Mecha, der sein 24. Saisontor erzielen konnte, früh in Führung (12. Minute). Doch in der Folge offenbarte sich ein Problem, das sich wie ein roter Faden durch die Saison des TuS zieht: Die Truppe um Coach Frank Diekmann ist in der Lage, sich eine Vielzahl von hochkarätigen Chancen herauszuspielen, doch die Chancenverwertung lässt mitunter zu wünschen übrig. So auch am Sonntag gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden 1. FC Lübars.

Torchancen erspielt

Der TuS erspielte sich Chance um Chance, war aber nicht in der Lage, den Gastgebern durch ein 2:0 den Zahn zu ziehen und den Sack endgültig zuzumachen. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. So ließ es der TuS zu, dass der 1. FC Lübars, der das Spiel unbedingt gewinnen musste, um in der Liga zu bleiben, immer wieder mit langen, hohen Bällen operierte, sich die Abpraller sicherte und so tatsächlich zu Torchancen kam. Coach Diekmann wurde an der Seitenlinie zusehends lauter, weil er wusste, was seiner Mannschaft drohte. Und tatsächlich: Maxim Morlang traf in der 79. Minute zum 1:1 und läutete damit die Schlussoffensive des 1. FC ein. Makkabis Timo Brinkmann war es vorbehalten, mit dem Schlusspfiff das 2:1 zu erzielen und Lübars endgültig in die Bezirksliga zu schicken.

Nichtsdestotrotz hat der TuS Makkabi eine überragende Saison gespielt und sich in der Rückrunde ein tolles Duell mit dem DJK Neukölln an der Tabellenspitze geliefert: 22 Siege, vier Remis und nur vier Niederlagen – trotz dieser überragenden Statistik reicht es nicht für den direkten Aufstieg. Am Ende hatten die Neuköllner eine um 16 Treffer bessere Tordifferenz, die letztlich den Ausschlag dafür gab, dass der DJK direkt aufsteigt und der TuS nun in die Relegation muss.

„Makkabi hat eine überragende Saison gespielt und verfügt über ein Team, das in jedem Fall Berlin-Liga-Niveau hat“, ist auch Michael Reinke, Vorsitzender beim 1. FC Lübars, von der Klasse der Charlottenburger überzeugt. „Doch sie werden sich im Vergleich zu heute definitiv steigern müssen, um gegen Sparta Lichtenberg bestehen zu können.“ Das weiß auch Frank Diekmann, der seine Jungs unmittelbar nach dem Spiel in Lübars in ein schattiges Plätzchen beorderte, um sie auf die Relegation einzuschwören.

Zwei haarige Spiele stehen an

Das Hinspiel auf der Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40, wird am Mittwoch, 15. Juni, um 19 Uhr angepfiffen. Die Entscheidung um den Aufstieg in Berlins höchste Spielklasse fällt dann im Rückspiel auf dem Sportplatz an der Fischerstraße am Sonntag, 19. Juni, ab 14 Uhr. min

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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