„Am Grünen Band“?
Pankower Abgeordneter Torsten Hofer regt Umbenennung der Buddestraße an

An der Buddestraße entstanden zwar neue Wohnhäuser, aber diese führen die Provinzstraße in der Adresse.
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  • An der Buddestraße entstanden zwar neue Wohnhäuser, aber diese führen die Provinzstraße in der Adresse.
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Sollte die Buddestraße einen neuen Namen bekommen? Das schlägt jedenfalls der Pankower Abgeordnete Torsten Hofer (SPD) vor. Auf die Idee kam er, als er sich am S-Bahnhof Schönholz – dort, wo einst die Mauer verlief, etwas genauer umschaute.

Auf einem Grundstück in Bahnhofsnähe an der Ecke Provinz- und Buddestraße errichtete ein Investor in den vergangenen Monaten das neue Wohnquartier „Mein Pankow“ mit 73 Wohnungen. Als Hofer mitbekam, dass die Erschließung dieser Neubauten über die Provinz-, und nicht über die Buddestraße erfolgt, überlegte er sich, dass man der Buddestraße dann eigentlich einen anderen Namen geben könnte. Damit hätte man die Chance, eine Namensdopplung im Berliner Straßennetz zu beseitigen. Denn eine Buddestraße gibt es nicht nur in Niederschönhausen, sondern auch in Tegel. „Nach dem Berliner Straßengesetz sollen Straßenmehrfachbenennungen vermieden und vorhandene beseitigt werden“, erklärt Hofer. Damit sollen Irritationen vor allem für Rettungskräfte, aber auch für Ortsunkundige vermieden werden.

Die Buddestraße in Niederschönhausen verläuft an der Grenze zum Bezirk Reinickendorf. Sie existiert zwar seit 1903, also etwas länger als die in Tegel (1907), aber die Tegeler Straße ist bekannter, und dort gibt es auch viele Anlieger, die die Buddestraße in der Adresse führen. In Niederschönhausen gibt es indes, so weit Hofer bekannt ist, keine Anwohner unter dieser Adresse. Mit dem Straßennamen in Tegel bliebe der Name von Hermann Friedrich Hans von Budde (1851-1906) weiter im Berliner Straßenland erhalten, auch wenn die Straße in Niederschönhausen umbenannt wird. Torsten Hofer hat auch gleich einen Namensvorschlag parat: „Am Grünen Band“. „Auf der Berliner Straßenkarte wäre damit zugleich das Grüne Band in diesem Bereich verankert, ist identifizierbar und hat eine Anschrift“, so der Abgeordnete.

Die Umbenennung der Buddestraße sei zwar zulässig, teilt Andreas John, der Leiter des Pankower Straßen- und Grünflächenamtes dem Abgeordneten auf dessen Anfrage mit, allerdings haben die Buddestraße in Tegel und die in Niederschönhausen unterschiedliche Postleitzahlen. Deshalb bestehe kein dringender Handlungsbedarf. Hinzu kommt, dass es in Pankow einen BVV-Beschluss gibt, dass Straßenbenennungen und -umbenennungen vorrangig mit Frauennamen erfolgen sollten. Denn Frauennamen sind unterrepräsentiert. Dem stimmt Hofer zwar zu, aber er plädiert in diesem speziellen Fall, vor allem aufgrund der Lage dieser Straße für die Umbenennung „Am Grünen Band“. Auch wenn die Umbenennung nicht eilt, Torsten Hofer will weiter am Ball bleiben.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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