Studie des RBB bescheinigt dem Bezirk die zweithöchsten Mietpreise Berlins

Mietsteigerung auf hohen Niveau fällt sanfter aus: Die Wohnkosten in Charlottenburg-Wilmersdorf sind inzwischen niedriger als im Trendbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. (Foto: Thomas Schubert)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Wer hier wohnen will, zahlt drauf: Eine Untersuchung des RBB und der Wohnungsbörse Immobilienscout24 zeigt den Spitzenstatus des City-West-Bezirks. Demnach stiegen die Angebotsmieten seit 2007 von 6,60 auf 9,80 Euro. Doch der Titel der teuersten Ecke Berlins ging verloren.

Es ist ein Trost, der kaum jemanden erheitern dürfte: Mietsteigerung auf höchstem Niveau fällt sanfter aus als Mietsteigerung im günstigen Kiez. 73 Prozent mehr zahlen Anwohner in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg als vor neun Jahren. Daneben fällt die Teuerung in Charlottenburg-Wilmersdorf milder aus, wo selbst gefragte Lagen 2016 höchstens 45 Prozent mehr kosten als damals.

Während der City-West-Bezirk am Anfang der Analyse von RBB und Immobilienscout24 mit einer Durchschnittsmiete von 6,60 Euro in Berlin Platz eins belegte, langen die 9,80 Euro von heute nur für Silber – hinter Friedrichshain-Kreuzberg. 10,10 Euro pro Quadratmeter verlangen Anbieter dort. Auch Mitte (9,70 Euro) und Pankow (9,30) schicken sich an, Charlottenburg-Wilmersdorf zu überholen. Die Wachstumsraten sind hier höher.

„Der Trend zeigt, dass die Mietpreise in den Bezirken immer weiter auseinanerdriften. 2007 lag die Differenz zwischen dem teuersten (Charlottenburg-Wilmersdorf) und dem günstigsten (Marzahn-Hellersdorf) Kiez bei 1,90 Euro pro Quadratmeter. 2016 kostet eine Mietwohnung in Friedrichshain-Kreuzberg schon 3,80 Euro pro Quadratmeter mehr als in Marzahn-Hellersdorf“, bewertet der Rundfunk das Ergebnis.

1,3 Millionen Wohnungsinserate hatte Immobilienscout24 für die Erhebung ausgewertet, wobei 80 Quadratmeter Fläche, drei Zimmer, Einbauküche, Keller, Aufzug, Balkon und mittlere Ausstattungsqualität als Standard galten.

Dass die Mietsteigerung in Charlottenburg und Wilmersdorf gemessen am Einkommen gemäßigt ausfiel, zeigt ein zweiter Teil der Analyse. So wuchs das durchschnittliche Einkommen hier binnen acht Jahren um 21 Prozent. In Neukölln und Mitte waren es nur etwa 15 Prozent, obwohl die Miete hier wesentlich stärker stieg. tsc
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