Hängepartie beendet: Porträtgalerie im Rathaus wird erweitert

Kein Platz mehr für Michael Müller: Die Anordnung der Regierenden ließ kein weiteres Porträt mehr zu. Doch jetzt wird alles anders. (Foto: Thomas Schubert)
Berlin: Rathaus Charlottenburg |

Charlottenburg. Es schien, als wäre die Zeit mit Klaus Wowereit stehengeblieben. Doch jetzt soll in der Galerie der Porträts aller Regierenden Bürgermeister Berlins im Rathaus Charlottenburg endlich auch Michael Müller erscheinen. Ihm blieb der Tribut bisher aus einem banalen Grund verwehrt.

Ehre, wem Ehre gebührt, sagt der Volksmund. Nur im Rathaus an der Otto-Suhr-Allee 100 galt bislang: Ehre dem, wer noch Platz findet. Mit Klaus Wowereit war die Reihe der Glücklichen zu Ende. Und trotz regelmäßiger Nachfragen der SPD, warum sein Nachfolger Michael Müller sein Antlitz nicht dazuhängen darf, blieb der Mangelzustand offensichtlich. Es war schlichtweg kein Raum mehr da – oder keine Muße der damaligen CDU-Stadträtin, die Porträts so kompakt anzuordnen, dass es für Müller langt.

Platz da für Michael Müller

Doch jetzt die bahnbrechende Nachricht: Eine Neuordnung der Bildnisse soll die missliche Lage beenden. Der Ältestenrat der Bezirksverordnetenversammlung hat gemeinsam mit dem Kollegium des neuen Stadtrats Oliver Schruoffeneger (Grüne) verfügt, dass die Porträts von Regierenden Bürgermeistern, Bundespräsidenten und Vorstehern der Bezirksverordnetenversammlung künftig getrennt hängen werden – und dafür an Wänden von großzügiger Breite. Sie verteilen sich ab der Sommerpause wie folgt: Die Bürgermeisterbildnisse hängen künftig im Bürgersaal, die Präsidenten vor dem Festsaal und die Vorsteher in der Lobby des BVV-Saals.

Das Ende einer Posse

Es ist das Ende einer Posse, die neutrale Beobachter der Bezirksverordnetenversammlung über zwei Jahren schmunzeln ließ. So hält Michael Müller auch in Charlottenburg endlich der Einzug in die Linie seiner Ahnen. Und das neue Staatsoberhaupt? Frank-Walter Steinmeier findet sich ohne großen Zeitverzug am Ende der Genealogie der Präsidenten wieder – vorausgesetzt, seine Mitarbeiter schicken dem Bezirk ein druckfähiges Foto. tsc
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