Noch einmal vier erste Klassen an der Hunsrück-Grundschule

Zusätzliche Schüler heißt, dass es weniger Klassenräume gibt. Dagegen protestierten auch die Kinder der Hunsrück-Grundschule. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Im Streit um die künftige Schülerzahl in der Hunsrück-Grundschule gibt es jetzt eine Art Kompromissvorschlag.

Er sieht vor, dass dort im Schuljahr 2016/17 noch einmal vier erste Klassen aufgenommen werden. Danach könnten es wieder, wie gewünscht, nur Drei sein. Ob das passiert hängt nicht zuletzt vom Ergebnis eines Gutachtens ab, das im kommenden Jahr vorliegen soll.

Die Untersuchung soll vor allem klären, ob die Schule, wie behauptet, ihre Schülerzahlen nicht auf Dauer ausweiten kann. Ansonsten, so argumentieren Eltern und Lehrer, sei das erfolgreiche pädagogische Konzept gefährdet. Dem Vorschlag einer weiteren ersten Klasse auch im kommenden Jahr habe man aber zugestimmt, "denn auch wir sind an einem Kompromiss interessiert", betonten Elternvertreter bei der Sitzung des Schulausschusses am 3. Juni.

Trotzdem ist diese Lösung noch nicht völlig unter Dach und Fach. Denn Dissenz besteht weiter bei der Frage, wie die zusätzlichen ABC-Schützen für die Hunsrück-Schule ermittelt werden sollen. Schulstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD) will dafür die Schuleinzugsbereiche für ein Jahr verändern. Ursprünglich sollte es für einen längeren Zeitraum neu geschnittene Schulgebiete geben. Diese Pläne wurden aber erst einmal ad acta gelegt.

Aber auch mit dem temporären neuen Zuschnitt sind die dortigen Eltern nicht einverstanden. Sie befürchten, dass daraus eine Dauerlösung durch die Hintertür werden könnte. Ihr Vorschlag lautet deshalb: Die Einzugsbereiche sollen wie bisher bleiben. Für das Schuljahr 2016/17 werden aber einige Kinder aus den benachbarten Schulregionen der Hunsrück-Schule zugeschlagen.

Welche Variante sich durchsetzt, soll jetzt sehr schnell geklärt werden.


Thomas Frey / tf
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