Volles Programm im einstigen Notaufnahmelager zum Museumstag

In der Erinnerungsstätte des Notaufnahmenlagers Marienfelde sind noch Original-Unterkünfte für DDR-Flüchtlinge zu besichtigen. (Foto: HDK)
Berlin: Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde |

Marienfelde. Der 17. Mai ist als "2. Internationaler Museumstag" unter dem Motto "Museum.Gesellschaft.Zukunft" proklamiert. Auch die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und das Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber, Marienfelder Allee 66/80, öffnet von 14 bis 18 Uhr die Pforten und bietet ein umfangreiches Programm.

In Kooperation mit dem Internationalen Bund finden in der Erinnerungsstätte und auf dem Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers eine Tanzaktion zum Mitmachen, ein Comicworkshop und eine Lesung mit Inka Bach statt. Außerdem gibt es Ausstellungsführungen, an denen sich Zeitzeugen und ehemalige Bewohner des heutigen Flüchtlingswohnheims beteiligen.

Zeitzeugen präsentieren beispielsweise von 14 bis 16 Uhr Lebenszeugnisse und Dokumente, die mit ihrem persönlichen Schicksal verbunden sind. Außerdem gibt es von 14 bis 18 Uhr einen Comicworkshop unter der Überschrift "Von der Idee zum Strip: Wie aus einem Erlebnis oder einer kleinen Geschichte ein Comic werden kann". Die Comiczeichner Susanne Buddenberg und Thomas Henseler üben mit Kindern und Jugendlichen, wie das in der Praxis geht. Um 14.30 Uhr steht eine Kuratorenführung durch die Sonderausstellung "Risiko Freiheit - Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961-1989" auf dem Programm. Dabei werden Fragen aufgegriffen, wie zum Beispiel: welche Schlupflöcher es nach dem Mauerbau gab, um in den Westen zu flüchten? Wer gab Flüchtlingen Unterstützung und welche Wege fanden die Fluchthelfer? Sportlich geht es von 15 bis 17 Uhr zu. Da wird zu Mitmachtänzen aus aller Welt aufgefordert. Die AG Tanzen des Wohnheims lädt Kinder und Eltern ein, Tänze aus verschiedenen Regionen der Welt kennenzulernen. Dazu erklingen unter dem Motto "Wir singen wie die Weltstars" aktuelle Lieder. Wer es etwas ruhiger mag, kann von 16 bis 17 Uhr Inka Bach zuhören. Die Autorin liest aus ihrem Roman "Glücksmarie". Die Geschichte einer Kindheit, geschrieben aus der Perspektive des Mädchens Marie: eine Kindheit zwischen Ausbrüchen von Gewalt, Angst, Widerstand und einer geglückten Flucht aus der DDR. Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei.


Horst-Dieter Keitel / HDK
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